Schepp, C.
Die Haupttheile der Locomotiv-Dampfmaschinen: zum Gebrauche bei den constructiven Uebungen an technischen Lehranstalten, sowie zum Selbststudium : mit 4 Blättern Textfiguren und einem Atlas von 16 constructiven Tafeln ([Textband])

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Die Haupttheile der Dampfmaschine sind:
1) Die Cilinder mit Deckel, Strolibüchsen und Schieberkasten,
2) die Dampfkolben,
3) die Kolbenstangen,
4) die Kreuzköpfe,
5) die Führungslineale,
6) die Schub- und Kuppelstangen,
7) die Kurbeln,
8) die Triebachsen mit den Triebrädern,
9) der Steuerungsmechanismus.
Die Cilinder haben eine horizontale oder etwas schiefe Lage
und sind entweder am vordem Ende oder ungefähr in der Mitte
der Langseiten fest mit dem Rahmen verbunden.
Der Dampfdruck wird vom Kolben aufgenommcn und durch
die Kolben-, Schub- und Kuppelstangen auf die Kurbelzapfen über-
tragen und damit die Umdrehung der Triebachsen bewirkt.
Die Locomotivdampfmaschine ist hinsichtlich ihrer Bauart eine
zweicilindrische horizontale Hochdruckdampfmaschino. Die Kurbeln
sind zur Erzielung einer möglichst glciclimässigen Wirkung um
90° verstellt.
Rahmen, Kessel und Maschine bilden ein festverbundenes
Ganze, doch ist bei der Verbindung auf die grossen Temperatur-
unterschiede, denen einzelne Theile ausgesetzt sind, die nöthige Rück-
sicht zu nehmen.
Hinsichtlich der gegenseitigen Stellung der Cilinder, des Rah-
mens und der Räder unterscheidet man :
1) Locomotive mit innern Cilindern und innerem Rahmen.
2) Locomotive mit innern Cilindern und äusserem Rahmen.
3) Locomotive mit äussern Cilindern und äusserem Rahmen.
4) Locomotive mit äussern Cilindern und innerem Rahmen.
Hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit theilen sich die Locomo-
tive wie folgt ein :
1) Locomotive für Schnell- und Personenzüge,
2) „ „ gemischte Züge,
3) „ „ Güterzüge.
Die Dampfmaschinen dieser 3 Gattungen unterscheiden sich
durch die Anzahl der Triebachsen, durch die verschiedenen Ver-
hältnisse der Grösse des Triebrades zur Grösse des Hubes und
durch die Stärke der einzelnen Theile.
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