Schepp, C.
Die Haupttheile der Locomotiv-Dampfmaschinen: zum Gebrauche bei den constructiven Uebungen an technischen Lehranstalten, sowie zum Selbststudium : mit 4 Blättern Textfiguren und einem Atlas von 16 constructiven Tafeln ([Textband])

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weit verändernd], als er durch äussere Einflüsse bedingt ist; blei-
ben sich diese gleich, dann ist der Widerstand eine konstante
Grösse.
Anders verhält sich die Sache beim An- und Endlauf des
Zuges, weil während desselben die auf den Widerstand sehr grossen
Einfluss ausübende Fahrgeschwindigkeit veränderlich ist, und ausser-
dem noch die Trägheit der zu bewegenden Massen mit in’s Spiel
kommt.
a. Widerstand während des Fortlaufs. — Derselbe besteht aus
folgenden Einzel widerständen:
1) Zapfenreihung sämmtlicher Wagenachsen,
2) Reibung der Räder an den Schienen,
3) Reibung der Maschinentheile der Locomotive,
4) Luftwiderstand,
5) Krümmungswiderstand und
6) Steigung der Bahn.
Die Grösse dieser Widerstände lässt sich annähernd bestimmen
und beträgt, wenn die Belastung einer Personenwagenachse zu
7000 Kilogramm, jene der Güterwagenachsen zu 8000 Kilogramm
angenommen wird, für eine voll belastete Achse des Zuges auf
ebener Bahn :
50 Kilogramm bei Schnellzügen,
44 Kilogramm bei Personenzügen,
40 Kilogramm bei gemischten Zügen,
36 Kilogramm bei Güterzügen.
Dabei ist die gewöhnliche Fahrgeschwindigkeit von
16 Meter bei Schnellzügen,
12—14 Meter bei Personenzügen,
10 — 12 Meter bei gemischten Zügen und
6—10 Meter bei Güterzügen
zu Grunde gelegt.
Bezeichnet i die Anzahl der Achsen eines Zuges, so ist dem-
nach bei ebener, wenig gekrümmter Bahn der ungefähre Gesammt-
widerstand:
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