Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Locomotivbau — Leipzig, 1875

Page: 366
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VI. Capitel.
Ueber Wasserspeiseapparate.
A, Gewöhnliche Pumpen, Condensations-Vorrichtungen etc,

Bearbeitet von

Georg Meyer,

Königl. Maschinenmeister (1er Oberschlesischen Eisenbahn zu Ratibor.

B, Deber Injectoren,

Bearbeitet von

L u (1 w. Ree k e r,

Central-In,spector der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn in Wien,

(Hierzu Tafel XIV bis XVI.)

A. § 1. Allgemeines über Speisung des Kessels mit Wasser. (Menge
des zu pumpenden Wassers.) — Das im Locomotivkessel während der Fahrt ver-
dampfte Wasser muss wieder ersetzt werden, um den Wasserstand im Kessel auf der
normalen Höhe zu erhalten.
Dieses geschieht durch Anwendung von Speise-Apparaten und zwar bestehen
dieselben hauptsächlich aus zwei Arten:
a) aus Saug- und Druckpumpen;
b) aus Dampfstrahlpumpen (Injectoren).
Die gewöhnlichen Saug- und Druckpumpen sind so eingerichtet, dass sie zu-
gleich mit der Bewegung der Maschine in Thätigkeit treten, resp. auf hören. Da also
bei diesen Pumpen beim Stillstände der Maschine kein Wasser in den Kessel ge-
schafft werden kann, so wird es nothwendig, wenn man das unnütze Einfahren von
Wasser, d. h. das Bewegen der Locomotive zu dem Zwecke, um Wasser in den Kessel
zu pumpen, vermeiden will, noch eine Pumpe zu haben, welche beim Stillstände der
Maschine den Kessel speisen kann.
Man setzte zu diesem Ende anfangs noch eine Handpumpe auf den Führer-
stand, deren Hebel dem Führer leicht zugänglich war; später wendete man statt der
Handpumpe Dampfpumpen an, welche von dem in dem Locomotivkessel befindlichen
Dampfe gespeist wurden.

Die Maschine braucht je nach der verschiedenen Stärke der zu entwickelnden
Zugkraft eine verschieden grosse Menge Wasser.
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