Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Locomotivbau — Leipzig, 1875

Page: 593
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/33-7056-3/0611
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
X. Capitel.

Ueber Locomotivrahmen, Kesselträger, Zug- und
Kupplungsapparate und Bahnräumer.
Bearbeitet von
Heinr. Kirchweger,
Maschinendirector in Hannover,
und
Al phons Petz h old t,
Civilingenieur in Hannover.
(Hierzu Tafel XXX bis XXXII.)

A. Vorbemerkung. — Das Gestell oder der Wagen, als Träger des Dampf-
erzeugers, besteht aus folgenden Haupttbeilen
a) der Rahmen,
b) die Kesselträger,
c die Räder und Achsen.
Ersterer steht mit dem Kessel in fester Verbindung, jedoch so, dass die Dilatation
desselben frei erfolgen kann, innerhalb der hier in Betracht kommenden Grenzen.
Die Kesselträger bilden Querverbindungen des Rahmens.
§ 1. Hauptralimen und partielle Rahmen. — Wir unterscheiden Haupt-
rahmen und partielle oder Secundärrahmen. Letztere stehen nicht mit dem Kessel in
directer Verbindung und dienen zur Aufnahme besonderer Radgruppen, welche von
dem Hauptrahmen anabhängig functioniren. Die Mehrzahl der Locomotiven besitzt
nur den Hauptrahmen, welcher sämmtliche Achsen aufnimmt; einige besitzen den
Hauptrahmen und secundäre Rahmen, behufs Aufnahme separater Laufwerke; andere
Locomotivsysteme, namentlich die Doppelschemellocomotiven, haben nur partielle
Rahmen in Form symmetrischer Motorgestelle, welche direct den Kessel vermöge
halbkugelförmiger Calotten tragen (System Meyer), während die ebenfalls in die
Kategorie der Motorgestellmaschinen gehörige Fairlie-Locomotive gleichzeitig auch
den Hauptrahmen besitzt, der als solcher den Kessel trägt und die unabhängigen
Motorgestelle in sich umfasst. Eigenthümlich ist die Construction der amerikanischen
Locomotivrahmen, auf die wir später zurückkommen. Die mobilen Gestelle (Dreh-
schemel) bilden den Gegenstand eines besonderen Capitels.
Handbuch der sp. Eisenbahn-Teclinik. 111. 3^
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list