Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Locomotivbau — Leipzig, 1875

Page: 703
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XI1. CONSTRUCTION DER TRAGFEDERN, BaLANCIERS, etc.

gabeln liegen, so dass sowohl in der Längenrichtung der Loconiotive als auch normal
zu dieser keine Verschiebung der Achsbuchse gegen die Maschine möglich ist, son-
dern nur eine verticale Bewegung stattfinden kann. Zur Aufnahme des Achs-
schenkels dient das eigentliche Lager B, welches, analog den Lagern bei stehenden


Maschinen, aus einem besonders zu diesem Zwecke geeigneten Materiale besteht.
Dieses Lager muss so in die Achsbuchse eingesetzt sein, dass es sich in derselben
nicht drehen und auch nicht seitlich verschieben kann. Zu diesem Zwecke hat das-
selbe meistens die Form eines halben Achtecks und an beiden Seiten Ränder, welche
über den Hauptkörper übergreifen. Da das genaue Einpassen dieses Achtecks ver-
hältnissmässig viel Arbeit verursacht, so bat man mehrfach die runde Form gewählt,
welche die Bearbeitung auf der Drehbank, bekanntlich den billigsten Arbeitsprocess,
ermöglicht. Es muss dann eine besondere Vorkehrung getroffen sein, die das Drehen
des Lagers verhindert. Von verschiedenen derartigen Vorkehrungen
fachste und billigste die in Fig. 4 und 5 skizzirte zu sein , w
Capitels an der London und North

scheint die ein
Verfasser d

Western

an
Balm

ausgefuhrt sah. Das

Fig. 4.


Lager hatte die Form eines halben Cy-
linders, welcher genau nach der aus-
gedrehten Höhlung der Aclisbüchse ab-
gedreht war. Nach dem Einsetzen
des Lagers waren quer durch die Achs-
buchse zwei Löcher so gebohrt, dass
die in diese eingesetzten Stifte zur Hälfte in der Pfanne lagen.

Fig.

O O

nicht

Ist die Länge des Achsschenkels nicht grösser als die Breite der Aclisbüchse,
verhindern,
n giebt, dem
liegen , wie

so können die Ränder des Lagers, welche die seitliche Verschiebung

übergreifen, sondern dieselben müssen eingelassen sein, oder no
Lager in der Mitte zwei Lappen, die in Vertiefungen der Aclisbüchse
Figuren 4 und 5, Tafel XXXIV zeigen.
Die Auflage der Aclisbüchse auf dem Schenkel muss derart sein, dass nicht
die ganze Fläche des Lagers, sondern nur der obere Theil den Schenkel berührt, da
sonst ein Warmlaufen stattfindet.
Der obere Theil der Büchse ist ausgehöhlt und dient als Schmierbehälter, von
dem vermittelst zweier Dochte e, c die schmierende Flüssigkeit nach der in der Lager-
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