Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Locomotivbau — Leipzig, 1875

Seite: 869
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XVII. Capitel

Maschinen für Personen - und Schnellzüge, für gemischte
und Güterzüge, mit Ausschluss der Gebirgs- und
Rangirmaschinen.
Bearbeitet von
A 1 p li o 11 s P e t z h o 1 «1 t,
Civilingeuieur in Hannover.
(Hierzu Tafel XLIX bis LIII )

^ 1. Allgemeine Betrachtungen. Die Locomotiven gewöhnlicher Bauart,
bestimmt für Betriebszwecke normaler Art, die uns in ihren allgemeinen Hauptver-
hältnissen im Nachfolgenden beschäftigen werden, lassen sich bekanntlich auf sehr
mannigfache Weise classificiren und, mehr oder minder systematisch, gruppiren.
Mehrere der interessantesten Typen dieser Maschinen wurden auf den Tafeln XLIX
bis LI in Skizzenform in 1 /lü0 der wahren Grösse zusammengestcllt, und hei deren
Auswahl auf die neueren und besseren Constructionen ausschliesslich Rücksicht ge-
nommen. Nächstdem wurden in den unten folgenden Tabellen die Hauptabmessungen
dieser Typen übersichtlich vorgeführt.
Die Eintheilung oder Gruppiruug resp. Unterscheidung der verschiedenen Loco-
niotivarten kann entweder nach ihrem Betriebszwecke oder nach ihrer Construction
erfolgen, und unterscheidet man demnach Maschinen für Schnellzüge, Güterzüge, ge-
mischte Ziige etc. oder solche mit äusseren oder inneren Cylindern, äusseren oder
inneren Rahmen, oder endlich solche mit 2, 3, 4 oder mehr Achsen resp. 4, 6, 8 etc.
Rädern. Schon mehr in das Wesen der Sache eingehend sind die Unterscheidungen
nach der Stellung der Achsen, namentlich die Trennung der Maschinen in solche mit
unterstützter und mit nicht unterstützter d. h. überhängender Feuerbüchse. Die Unter-
scheidung nach Zahl der gekuppelten Achsen resp. Räder (Maschinen mit freier
Triebachse, Vier-, Sechs-Kuppler etc.) ist nicht minder gebräuchlich als sachlich an-
gemessen und wurde daher auch in unseren oben beregten Zusammenstellungen bei-
behalten, wenn auch nicht in der ursprünglichen Einfachheit, da zugleich auf die
Lage der Kuppelachsen, die Unterstützung der Feuerbüchse etc. heim System der
Gruppiruug Rücksicht zu nehmen war. Die auf den Tafeln skizzirten Typen wurden
soweit tliunlich nach Betriebszwecken geordnet, und demnach Maschinen für Personen-
und Schnellzüge, Maschinen für gemischte Züge und Maschinen für Güterzüge unter-
schieden. Als durchgreifendes Kennzeichen für die Maschinen der erstgenannten
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