Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Die Technik des Betriebes mit Signalwesen und Werkstätteneinrichtung — Leipzig, 1876

Page: 391
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B. Ausführung des Betriebes.

XIY. Capitel.
Organisation der Eisenbahnverwaltungen.
Bearbeitet von
E. B u r e sch,
Geheimer Oberbaurath in Oldenburg.

§ 1, Einleitung. — Wurde im Vorstehenden der Bau und die Einrichtung
U Eisenbahnen, dieses wichtigsten aller Träger der modernen Transport-Industrie,
da heutigen Stande der Technik entsprechend bis ins Einzelne gelehrt, so erübrigt
i Vollständigkeit unseres Werkes noch eine Anweisung darüber: wie die so fertig
^•(teilten Eisenbahnen zu verwalten sein werden, um nicht allein ihrer grossen
ciurhistorischen Mission vollkommen gerecht zu werden, sondern auch um den sehr
eieblichen Theil des Nationalvermögens, welcher in denselben angelegt ist — wahr-
lut colossale Summen, von deren wirklicher Existenz selbst die jüngste Vcr-
gligenheit kaum noch eine Ahnung hatte — sicher zu erhalten und productiv
zl m a c h e n.
Würde die Anfügung eines bezüglichen Capitels an ein Handbuch der speciellen
Senbahntechnik nicht schon hiedurch sich motiviren, so darf zur weiteren Begrün-
ung nur darauf hingewiesen werden, wie im Gebrauche der fertigen Bahnen, also
«Betriebsdienste und in der Verwaltung derselben — die Technik nicht entbehrt
wden kann und auch niemals wird entbehrt werden können, wie die Erfahrung
rtieren abweichenden Ansichten gegenüber, heute wohl endgültig entschieden hat.
Wie aus den Budgets der Eisenbahnverwaltungen ohne Weiteres hervorgeht,
Iwlet der technische Dienst derselben pecuniär einen so überwiegenden Zweig
l gesaminten Verwaltung, dass dessen Wichtigkeit nicht verkannt werden und es
dit Wunder nehmen kann, dass bei vielen derartigen Unternehmungen die technische
Bmche den Mittelpunkt der Verwaltung bildet, um welche die übrigen Zweige grup-
;)-;t sind. Manche Bahnunternehmungen stellen zwar einen anderen Dienstzweig an
di Spitze ihrer Verwaltung und ordnen diesem den technischen Dienst unter, so dass
rdieser Beziehung heute eine Regel kaum aufgestellt werden kann.
Geht schon daraus wohl genugsam hervor, dass der technische Dienst einer
Benbahn von dem der Generalverwaltung derselben nicht allein nicht abgelöst, son-
Tn nur im engsten Anschlüsse an diesen organisirt werden kann, so muss es ange-
lt erscheinen: vor der, dem einzelnen (technischen) Zweige zu widmenden speciellen
Pachtung die Gesichtspunkte kurz zusammen zu stellen, von welchen bei der Ge-
dnmtverwaltung eines grösseren Eisenbahnunternehmens überhaupt auszugehen sein
d’fte.
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