Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Eisenbahnbau — Leipzig, 1873

Page: 370
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Ed. Sonnk.

Hartgussherzstücke, Neigung 1:13, kosteten den hannoverschen Bahnen (1864) incl-
Transport 65 Thlr. pro Stück.
Die 2™,34 langen Herzstücke der österreichischen Südbahngesellschaft, welche ö|r
die Brenner-Bahn verwandt sind, wurden in den Werkstätten der Gesellschaft zu Graz W
den Jahren 1866 und 1867 ganz aus Bessemerstahl hergestellt und kosteten:
bei einer Neigung einem Gewicht Oestereichische
von Pfund Gulden Thaler
4« 54' 710 85 562/;)
5° 25' 686 SO 531/;,
6° 14' 648 75 50
Die Schalengussherzstücke von Ganz in Ofen kosteten 1867 franco Ofen bei den
angegebenen Neigungen
100 bis 112 fl. (0G2/:i bis 742/;1 Thlr.) bei einem Gewicht von 933 bis 1115 Pfd.
Doppelherzstücke aus Schalenguss, 1512 Pfd. schwer, lieferte derselbe zu 210 fl. (140 Thlr-)-
Rechtwinklige Gleiskreuzungen von Bessemerstahlschienen, d. h. eine für ein Gleis dienende
Gruppe im Gewicht von 45 Centner kosteten loco Graz 460 fl. (3062/a Thlr.).
Die Gussstahlspitzen für die Herzstücke der Bahn Eourges-Montlugon (in Fig. 111
bis 21, Tafel XIX dargestellt) kosteten 1861 in den Werkstätten 202 frc. (54 Thlr.), cl)l
2m,70 langes Herzstück mit 7° 30' Neigung für die Bahn Montlugon-Limoges 1862 conipE
562 frc. (150 Thlr.). Herzstücke mit Gussstahlspitze der Bayerischen Bahnen kosteten
1867, excl. der Schienen, 100 fl.
Endlich sind hier noch zu erwähnen: eine Zusammenstellung über die Kosten de1
Herzstücke verschiedener Construction, welche auf der Preussischen Ostbahn verwendet sin1
(Organ 1856, p. 67) und eine Mittheilung über die Kosten der auf der Sächsisch-östlichen
Staatsbahn verwendeten Gussstahl- und Gussstahlspitzen-Herzstücke (Organ 1869, p. 51)’

c. Weichenschwellen und Arbeitslohn für Legen der Weichen-
Weichenschwellen (14,6 X 29,5cm stark) haben im Magazin der hannoverschen Bah'
nen bei einem Preise von 1 Thlr. 10 Sgr. der 2m, 34 langen gewöhnlichen Bahnschwellen
in den Jahren 1864 und 1865 17,1 Sgr. bis 18,8 Sgr. pro If. Meter gekostet, die Koste11
für Präparation der Schwellen mit Zinkchlorid einbegriffen.
Für Verlegen der Weichen und Herzstücke sind auf den neuern Linien der östei'
reichischen Südbahngesellschaft 24 bis 29 fl. (16 bis I9y3 Thlr.) und resp. 8 bis 10 1'
(51/3 bis 02/3 Thlr.) bezahlt.
d. Verschiedenes.
Gruson in Buckau-Magdeburg lieferte (1868) franco Station Buckau:
Einfache Weichen incl. Herzstück 1:10 und Weichenbock mit Signalvorrichtung, aber exc '
Zwangschienen, welche pro Stück, ohne Material, auf 2 Thlr. veranschlagt werdcl
können:
mit 4'",4 langen gehobelten Puddelstahlzungen (Hutprofil) zu 208 Thlr.,
mit ebensolangen gewalzten schmiedeeisernen T-förmigen Zungen zu 156 Thh-'
mit 5m,68 langen Zungen, wie vorhin, zu 175 Thlr.
Eine complete englische Durchkreuzung, bestehend aus vier einfachen Weichen mit PudiF
stahlzungen und zwei englischen Durchkreuzungsstücken zu 892 Thlr.
Einfache Schleppweichen mit Herzstück und Weichenbock:
mit 6™,62 langen schmiedeeisernen Laufschienen zu 272 Thlr.,
mit Laufschienen aus Puddelstahl zu 309 Thlr.
Englische Durchkreuzungen, bestehend aus vier einfachen Schleppweichen und z"
Kreuzungsstücken:
mit schmiedeeisernen Laufschienen zu 1181 Thlr.,
mit Laufschienen aus Puddelstahl zu 1320 Thlr. j
Bei der Benutzung vorstehender Notizen muss, wie bereits bemerkt, der zeitige StaJ)
der Eisenpreise berücksichtigt werden und sind namentlich aus diesem Grunde die Jahre, 1
denen die namhaft gemachten Preise bezahlt wurden, soweit thunlich, angegeben.
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