Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Eisenbahnbau — Leipzig, 1873

Page: 430
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XI. Capitel.

Construction von Wegebrücken über der Bahn,
und Brückthoren unter der Bahn.

Bearbeitet von
v. Kaven,
Baurath, Director der polytechnischen Schule in Aachen.
(Hierzu Tafel XXVI und XXVII.)

§ 1. Allgemeines. — Bei Kreuzungen von Wegen mit Eisenbahnen könne”
erstere bekanntlich im Niveau übergeführt werden, oder mittelst Wegebrücken übe1
die Bahn führen, oder mittelst Brückthore unter der Bahn durchgehen. Diese
werke können von Holz, Eisen und von Stein (massiv) gemacht werden. Hierb”1
kommen betreffs der Localität etwa folgende Rücksichten in Frage.
Hat der Weg eine Höhe über oder eine Tiefe unter der Bahn, wclc”e
gerade zu einer Ueberführung oder Unterführung derselben bei Anlage von massiv”11
Brücken oder von Brücken mit eisernem Oberbau, welcher die geringste Höhe erfordert
ausreichen, so kann die Anlage der Bauwerke ohne Weiteres geschehen und e“
kommt dabei höchstens noch in Frage, ob man massive oder eiserne ConstructicB”1,
wählen will. Im Fall man zu massiven Brücken geneigt ist, handelt es sich, falls
einer Wegetiberführung nur Höhe für Eisenconstruction vorhanden, um die MügliclikCI
und die Kosten dasjenige Plus an Höhe zwischen Oberkante, Weg und Schiene
gewinnen, welches massive Constructionen gegen solche mit eisernem Oberbau erfordef”'
Bei einem Wege, wo die zulässig erachtete Maximalsteigung auf grosser Länge zu bel
den Seiten der Bahn schon vorhanden ist, kann man die erforderliche Erhöhung de®
selben dann nur dadurch erreichen, dass man seine Richtung auf gewisse Länge
der Seite des Gefälles verändert, indem man Krümmungen oder auch Serpentinen c,11‘
legt, welche eine Verlängerung desselben bewirken, die gleich dem erforderlichen P^11
an Höhe multiplicirt mit dem Nenner des Bruches, welcher die herzustellende Steig’11110
ausdrückt, ist.
Ist die im Wege vorhandene Steigung schwächer als die Zulässige, so wird u1”1
in der Richtung des Weges Rampen anschütten können oder letztere im Verein mit d”
eben angegebenen Verfahren anwenden.
Erreicht man so in beiden Fällen die Möglichkeit, massive Bauwerke oder soE11
mit eisernem Oberbau herzustellen, so wird eine Kostenvergleichung mit BerUcksi” ,
tigung der für jeden der beiden Fälle erforderlichen Erdarbeiten, die am meisten
nomische Wahl herausstellen müssen.
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