Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Eisenbahnbau — Leipzig, 1873

Page: 459
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XII. Capitel.
Drehscheiben und Schiebebühnen.

Bearbeitet von
Dr. W. Frankel,
Professor an der Polytechnischen Schule in Dresden.

(Hierzu die Tafeln XXVIH bis XXX.)

Drehscheiben.

_ Es ist leicht einzusehen,
§ 1. Zweck und Anlage dev 1>re,'“1V“ulld Locomotiven, nameiit-
dass es sehr umständlich wäre, alle Bewegnnge Weichen (Cap. IX) vornch
llcl> in bedeutenden Stationen, lediglich >>ntH össern Einfifchbett und
Wissen, obwohl dieselben in gleichzeitig unter
'»entlieh durch die Möglichkeit mit einer grossenA- Vortheile bietem
Benutzung der Zugkraft der Locomotivczu Locomotiven um Wagen
T hat daher Vorrichtungen‘ °lfnn . K’ vcrauderung von einem G
rer Weise und mit plötzlicher btchtungs...(Vll„.,n Diese Vornch

-ung der Zugkraft der Loeomotive zu manipulircn gewisse
Man hat daher Vorrichtungen erfunden, um einzelne jocomo lyc
“ Heer Weise und mit plötzlicher Richtungsveränderung von einen.Gta-J
-res oder in die Remisen, Werkstätten u. s. w. Überzufuhren. Diese Vornch
mpo« -• ,

«elulc]j
»nder,
So'DÜohloh.ik.n.
^eißbej, v ?.man Dahnhöfen von belangreichem Verkehr alle Gleise nur mittelst
»bijHtijjjj. W j'nt,en’. 80 wlirdc eine grosse Bodenfläche und eine sehr bedeutende Gc-
*e» Wagen • ^e'sc »ütliig- werden, und überdies würden in Folge der grossen von
;°stspieii c" ^11 lcblaufenden Längen alle Bewegungen sehr zeitraubend und sehr
»d ^8CI11' Dci Anwendung von Drehscheiben kann auf sehr kleinen Räumen
cl>nell bewi-]1^0111 ^>eisoua^e die Verwechselung der Wagen und Rangirung der Züge
»süutzen '! we,,len> jeder Raum auf dem Babnhofsterrain lässt sieh zweckmässig
»flücrn anp-vgg <lssen 81C1' daher auch mit Leichtigkeit neue Anlagen den bestehenden
Gc
l'cr den f,.!^ ..'n. ll'eser Beziehung bilden die Mehrzahl der deutschen Bahnhöfe geg'en-
»•d man |'^.lz,isi'sclieii und besonders den englischen Stationen einen Gegensatz. Wäh-
»belstanfl T ' CH (^csse^‘Scn Bahnen die Benutzung der Drehscheiben meist als einen
finden der T ldcl'^ U11<1 selbst die unvermeidlich nothwendigen Drehscheiben zum
ei' Betrieb^, ?COn!0l:'vcn un^ Tender in der Regel so legt, dass sie ganz ausserhalb
"u Weudc ^ i',Se l'e8cn und auf keine Weise zur Verbindung derselben, sondern nur
für dj >VrC' ^l»8cl,lne benutzt werden können, wendet man in England die Weichen
10 cbergangsstellen ganzer Züge an und bewerkstelligt den Bahnhofsverkehr
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