Edmund Heusinger von Waldegg
Handbuch für specielle Eisenbahn-Technik: unter Mitw. von Fachgenossen hrsg. von Edmund Heusinger von Waldegg: Der Eisenbahnbau — Leipzig, 1873

Page: 701
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/33-7058-1/0721
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
XYL Capitel.
Wege, Entwässerung und Einfriedigung der Bahnhöfe.

Bearbeitet von
E (1. Sonne,
Baurath, Professor am Polytechnicum zu Darmstadt.
(Hierzu die Tafel L.)

§ 1. Uebersiclit. — In dem nachstehenden Capitel gelangen folgende Gegen-
wände zur Besprechung:
A. Die Wegeanlagen der Bahnhöfe. Hierher gehören nicht nur die
eigentlichen Fahrwege und die befestigten Plätze, sondern auch diejenigen Stellen,
'velche man Uber das Niveau der Bahnhöfe zu erheben und mit besonderer Sorgfalt
auszustatten pflegt, um das Besteigen der Wagen, sowie das Laden derselben zu er-
leichtern: die Perrons und Rampen. An die Besprechung der Rampen scliliesst
Weh die Erörterung der besonderen Vorkehrungen, welche zur Be- und Entladung der
Wagen bei massenhaftem Kohlen verkehr dienen.
B. Die Vorrichtungen zum Hemmen der Locomotiven und Wagen
an den Enden todt auslaufender Gleise und in Nebengleisen.
C. Die Entwässerungsanlagen der Bahnhöfe. Im Anschluss an diese
Anlagen werden die sogenannten Senkgruben erörtert, in welche (neben sonstiger
Verwendung) beim Entleeren der Locomotivkessel und beim Reinigen der Locomotiven
das Wasser abgelassen wird.
D. Die Einfriedigungen der Bahnhöfe.
§ 2. Wege und befestigte Plätze der Bahnhöfe. — Auf deii Bahnhöfen
haben die Landfuhrwerke Personen, Güter und Rohmaterial an die Eisenbahnwagen
abzugeben, es ist somit erforderlich, dass daselbst mindestens ein Weg, bei grösseren
Anlagen aber ein System von Wegen angelegt wird, welche sich in geeigneter Weise
au die Gleise und an die Bahnhofsgebäude anschliessen. An den Stellen, woselbst
das Landfuhrwerk nicht nur passirt, sondern auch längere Zeit verweilt und um-
'vendet, namentlich also vor dem Hauptgebäude, dem Güterschuppen und an einzelnen
Stellen der Ladeplätze für das Rohmaterial, sind die Wege zu befestigten Plätzen zu
erweitern. Eine leichtere Befestigung genügt für diejenigen Plätze, welche von be-
ladenen Wagen selten oder gar nicht befahren werden und namentlich für die meisten
Lagerplätze. Stellen, welche nur von Fussgängern betreten werden, kann man zweck-
lässiger Weise zu Gartenanlagen ausbilden.
Anhaltpunkte für Festlegung des Grundrisses der Wegeanlagen lassen sich nur
Betreff der gewöhnlichen Zwischenstationen geben.
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list