Ritgen, Hugo von
Neues System für Secundär-Bahnen von normaler Spur — Berlin, 1876

Page: 25
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17. Länge der Halszapfen.

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d= 0,32 VT ■ VtV
“p = 0,12 vvr
wobei P = Belastung in Kilogrammen, d = Durchmesser in Millimetern.
Bei der an derselben Stelle sich findenden Berechnung des Achsschenkels einer
mit 76 / = 3800 k belasteten Eisenbahnwagenachse für Hauptbahnen ist die Um-
drehungszahl n — 270 angesetzt. Mag die Fahrgeschwindigkeit, welcher die Sekundär-
wagen auf Haupt- und Sekundärbahnen zu unterwerfen sind, rund zu 0,6 der für die
Hauptbahnwagen massgebenden Geschwindigkeit angenommen werden, und berück-
sichtigt man, dass die Radien der Räder der Haupt- und Sekundärbahnwagen be-
ziehentlich = 490 und 350 mm sind, so kann die Umdrehungszahl für die Halszapfen
der Sekundärwagenachsen auf
4Q0
n = 270 • 0,6 — == rund 230
veranschlagt werden. Wenn man sodann das auf einen Halszapfen lastende Gewicht
P= 3400 k setzt, so ergeben die obigen Formeln:
d = 0,32 V340Ö • V230 = 73mm
-j- = 0,12 1/230 = 1,82,
woraus die gesuchte Länge des Halszapfens
l — 73 • 1,82 = 133 oder rund 130mm.
Die von uns für die Halszapfen der Sekundärwagenachse projectirte Länge beträgt
wie big. 13 auf pag. 32 zeigt, 150mm; der eigentlich tragende Theil desselben ist jedoch
nur 130'"™ lang, indem die Mittellinie der Belastung in nur 65 ™m Entfernung von dem
äusseren Anlaufe den Halszapfen trifft. Dass der Abstand von dem inneren Anlaufe
um 20,nm grösser, also = 85mm gewählt wurde, hat seinen Grund nur in der Noth-
wendigkeit, ein sicheres Umfassen der Lagerschale durch die Achsgabel zu ermöglichen.
Wii glauben, dass eine solche Anordnung, welche allerdings einen vom inneren nach
dem äusseren Anlaufe des Halszapfens glcichmässig etwas anwachsenden Druck zur
1* olge hat, einem Bedenken nicht unterliegt.

D. Entwurf des Normal-Güterwagens.
Wenn wir von den zum Transporte von Langhölzern bestimmten Wagen, welche
eine eigenartige Konstruktion erfordern, abselien, so soll als Güterwagen für die Se-
kundärbahn nur eine einzige Form, Normalform, gewählt werden. Von diesem
Normalgüterwagen sind zwei Modifikationen zu unterscheiden, nemlich der
Normalgüterwagen ohne Bremse und derjenige mit Bremse. Beide Modifikationen
müssen für eine Bahn, bei welcher die Schaffner- und Bremsersitze sich nicht über
den Wagen befinden, mehrfache Abweichungen von einander zeigen. Diese sind je-
doch für unsere nächsten Ermittelungen und Fesstellungen von so untergeordneter
Bedeutung, dass wir dieselben vorläufig unberücksichtigt lassen und nur von einem
Normalgüterwagen handeln, worunter wir denjenigen ohne Bremse verstehen.
Es wird sich ergehen, dass sobald man bei der Feststellung der Hauptmasse
hir die Oberkasten des Normalgüterwagens die Anforderungen des Grossviehtransportes
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