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Ritgen, Hugo von
Neues System für Secundär-Bahnen von normaler Spur — Berlin, 1876

Page: 63
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5G. Drehscheiben und Schiebebühnen. — 5S. Bahnhöfe.

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«ren so dürfte für die Sekundärbahn eine breitbasige Schiene von 18 bis 19k pro
O 5
lauf. Meter genügen.
56. Drehscheiben und Schiebebühnen.
Als Dur cb in esser aller I) re Irsch ei be n = Länge aller Schiebe!) ii h n en
der Sekundärbahn, für Lokomotiven, wie für Wagen werden 2,5"' (Radstand) -(- 0,6'"
— 3 | Meter angemessen sein. Die Drehscheiben für die gewöhnlichen 2achsigen
Güterwagen der Hauptbahnen haben einen Durchmesser von 4,4m, es findet also
hier eine Reduktion um 1,2"' statt. Zieht man dazu die Kosten in Retracht, welche
Hauptbahnen für grössere Drehscheiben und Schiebebühnen zur Beförderung ihrer
mächtigen Maschinen mit Tender und von den öfters vorkommenden längeren Wagen
aufwenden müssen, so mag die Kostenverminderung auch für diese Theile des Ober-
baues circa die Hälfte betragen.
57. Kunstbauten.
Die Kosten der Brücken in der Bahn mögen sich in Folge der verringerten
Belastung und Fahrgeschwindigkeit, sowie auch der verringerten Breite des Normal-
lichtprofils abgesehen von der zu gestattenden Anwendung von Holzkonstruktionen
um 1 Drittel vermindern, ebenso in Folge der verringerten Höhe und Breite des
Normallichtprofils die Kosten der 1' (Überführungen über die Bahn.
58. Bahnhöfe.
Der Abstand der Geleise von Mitte zu Mitte braucht in Bahnhöfen nicht
mehr, als 2,9m bis 3,0'" voll zu betragen, indem zur Breite des Normalprofils
— 1,9'" noch die freie Weite zwischen zwei nebeneinander aufgefahrenen Zügen mit
1,0 bis 1,1'" hinzutritt. Für Hauptbahnen beträgt dieser Abstand 4,5"'. Es wird
sich somit die Gesainmtbrcite der Geleiseanlagen in Bahnhöfen um ungefähr
1 Drittel vermindern. Die Länge der Bahnhöfe ist wesentlich abhängig von der
Maximallänge der Züge. Für die Sekundärbahn ist dieselbe in Abschnitt 45 auf
00 Achsen einschliesslich Maschine oder 200'" Länge festgesetzt; für Hauptbahnen
schreibt § 187 der »Grundzüge« 200 Achsen als nicht zu überschreitende Zuglänge
vor. Wenngleich Züge von 200 Achsen auf Hauptbahnen selten sein werden, so
kann doch sicher angenommen werden, dass für Züge der Hauptbahnen mindestens
das Doppelte der für die Sekundärbahnen festgesetzten Zuglänge vorgesehen sein
muss. Die Länge der Geleiseanlagen für Bahnhöfe der Sekundärbahn kann
sonach um die Hälfte verringert werden, die Grösse der von den Geleiseanla-
gen bedeckten Fläche aber um zwei Dritttheile.
Bedeutende Ersparnisse an Raum und Oberbaumaterial werden in Folge des
für die Weichen gestatteten Kurvenradius von nur 60'" — Minimalradius für die
Hauptbahnen 1801" — gemacht. Die Kleinheit und somit die geringen Kosten der
Drehscheiben gestatten deren sehr häufige Anwendung, welche wesentlich zur Ab-
kürzung und Konzcntrirung der Bahnhöfe beitragen wird. Diese ist um so wlln-
schenswerther, als bei dem kleineren Verkehr der Sekuudärbalm das Rangirgesehäft
zum grössten Theile zweckmässig durch Menschenkraft zu bewältigen ist.
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