von Damnitz, Georg
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Feldbahnen — Berlin, 1902

Page: 119
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I.
Muskau.
Die freie Erb- und Standesherrschaft Muskau,
zum Rothenburger Kreise des Regierungsbezirks
Liegnitz, Provinz Schlesien gehörig, ist von zwei
E'lüssen, gegen Westen von der Spree, gegen Osten
von der Lausitzer Neisse durchströmt; an letzterer
liegt die Stadt Muskau. Die Herrschaft gehörte in
der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der Familie
von Schönaich und fiel hierauf an den Kaiser
Rudolf II., der sie 1597 an die Burggrafen von Dohna
erblich verkaufte. 1645 gehörte die Herrschaft dem
E'reiherrn von Kallenberg und seit 1784 dem Grafen
(seit 1820 E'ürsten) Pückler. E'ürst Hermann Pückler
verkaufte sie 1845 an den Grafen Edmund von Hatz-
feldt-Weisweilers und dieser wieder 1846 an den
Prinzen Friedrich der Niederlande. Die Bodenver-
hältnisse der Herrschaft sind so ungünstig, dass man
Versuche, Landwirtschaft zu treiben, aufgegeben hat,
dagegen erweist sich die Forst Wirtschaft verbunden
mit industriellen Unternehmungen als höchst rentabel.
Der Gesamt - Wirtschaftsbetrieb der Herrschaft im
Umfange von 26 000 Hektar ist fast ausschliesslich
von Wald bestanden.
An der Spitze der Forstverwaltung steht ein
Forstmeister, zugleich Generalbevollmächtigter für die
Verwaltung des gesamten Besitzes. Ihm unterstehen 3
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