Velde, Theodor Hendrick van de
Die vollkommene Ehe / Velde, Th[eodor] H[endrik] van de ; Eine Studie über ihre Physiol. u. Technik — Leipzig & Stuttgart : Konegen, 1927

Page: 55
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den normalen spezifisch-sexuellen Lebensverrichtungen
der erwachsenen Frau, welche für das Verständnis
von Physiologie und Technik der Ehe Vorbedingung
sind. Dazu habe ich in verschiedener Hinsicht doch wieder mehr
zu geben, als sich in den Handbüchern der Physiologie und in denen
der Gynäkologie finden läßt.
Daß es hier, wie überall in derWissenschaft, manchen strittigen Punkt
gibt und manche Frage, die der Klärung harrt, will ich ein für allemal
betonen. Auf Kontroversen einzugehen würde nur verwirrend wirken.
Ich lege deshalb den Zusammenhang der in Frage kommenden Er-
scheinungen so dar, wie ich ihn nach dem jetzigen Stand unserer
Kenntnisse und auf Grund eigener Untersuchungen und Er-
fahrungen sehe. Zweifelsohne werden nicht wenige unserer Auf-
fassungen sich im Laufe der kommenden Zeit mehr oder weniger
ändern müssen. Ich glaube aber flicht, daß dadurch die praktischen
Ergebnisse meiner jetzigen Betrachtungen bedeutende Einbuße er-
eiden werden.
* *

Wer etwas von der Physiologie bestimmter Organe verstehen will,
muß einen gewissen Begriff von ihren anatomischen Verhält-
n,ssen haben. Ich glaube das meinen nichtärztlichen Lesern am
leichtesten zu ermöglichen, indem ich ihnen die Verhältnisse an der
Hand von schematischen Zeichnungen klarzulegen versuche, wobei ich
s°fort auf die Funktion der verschiedenen Organe eingehen und die Be-
deutung einzelnerStellen für diePraxis des Lebens hervorheben werde.
Bei den Zeichnungen findet man die deutschen und (unterstrichen)
die lateinischen Namen. Sind halblateinische Fachausdrücke die ge-
wöhnlich gebrauchten, so habe ich diese angegeben. Im Text werden
Vvir die verschiedenen Benennungen durcheinander anwenden, oft
aber vorzugsweise von den lateinischen Ausdrücken Gebrauch machen,
Weil sie in der ärztlichen Sprache die geläufigsten sind und bei der
esprechung mancher Dinge das Gefühl am meisten schonen.

Die weiblichen Geschlechtsorgane werden in innere und äußere
unterschieden.
Die äußeren Geschlechtsorgane sind diejenigen, welche
^an zu Gesicht bekommt, wenn bei der liegenden Frau die Beine
u«d die großen Schamlippen gespreizt werden.

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