Velde, Theodor Hendrick van de
Die vollkommene Ehe / Velde, Th[eodor] H[endrik] van de ; Eine Studie über ihre Physiol. u. Technik — Leipzig & Stuttgart : Konegen, 1927

Page: 67
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Kapitel V
v4us der Geschlechtsphysiologie der erwachsenen Frau.
ZWEITER TEIL
Die inneren Geschlechtsorgane
Bei der Besprechung der inneren Geschlechtsorgane des
Weibes wollen wir von der Betrachtung der Figur II ausgehen. Sie
stellt, schematisch gehalten, den unteren Teil eines Sagitlaldurch-
schnittes in der Medianlinie des Körpers dar, d. h. einen von vorn
nach hinten gehenden Durchschnitt, der vorne durch die Mitte der
Nase und des Nabels und hinten durch die Mitte des Rückens
gelegt ist. Unten verläuft ein derartiger Sagittalschnitt gerade durch
die Schamspalte, zwischen den beiden großen (Nr. 34, grau) und
den beiden kleinen (Nr. 33, leicht braun) Schamlippen und, weiter
hinten, in der Rinne, welche die beiden Hinterbacken (Nr. 28, dunkel-
grau) voneinander trennt. Er teilt die Clitoris (Kitzler Nr. 27, grün),
das Ostium urethrae, (Harnröhrenmündung Nr.30, blau), den In-
troitus vaginae (Scheideneingang Nr. 31, blau), und das Hymen
(Jungfernhäutchen Nr.32, weiß schraffiert), schließlich auch den Anus
(After Nr. 29, blau) in zwei gleiche seitliche Hälften, ebenso wie das
knöcherne Becken, das vorne in der Schambeinverbindung (Nr. 22)
u°d hinten im Kreuzbein (Nr. 12) und Steißbein (Nr. 24) der Länge
Uach durchschnitten dargestellt ist. Nach oben schließt sich die
Wirbelsäule (Nr. 7) an. Diese knöchernen (und teilweise knorpe-
ligen) Teile sind gelb angegeben. Der in Wirbelsäule und Kreuz-
bein eingezeichnete Längsschnitt eines Kanales (Nr. 6, leicht blau)
deutet den Wirbelsäulenkanal an, der in dem Kreuzbeinteil Sakral-
kanal heißt. Wir brauchen uns weiter nicht mit ihm zu befassen.
Was uns an dem Becken noch interessieren kann, ist der vorsprin-
gende Höcker (Nr.8), das Promontorium (übersetzt Vorgebirge),
d'e Stelle, wo Lendenwirbelsäule und Kreuzbein aneinanderstoßen.
Verbindet man diesen Punkt mit der Mitte des Oben-Innenrandes der
Schambeinverbindung (Nr. 22), so bildet diese Verbindung die Mittel-
knie einer quer durch den Körper gelegt gedachten, nach vorne ge-
egten Fläche. Die Umrandung dieser Fläche, am skelettierten Becken
°kne Schwierigkeit erkennbar, bildet die Begrenzung des Beckenein-
ganges, der hauptsächlich in geburtshilflicher Hinsicht Bedeutung hat.
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