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Großherzogliche Zentrale für die Landesstatistik [Hrsg.]
Alphabetisches Verzeichnis der Wohnplätze im Grossherzogthum Hessen...: nebst einer Uebersicht der Eintheilung des Landes — Darmstadt : Jonghaus, 1863-1902

Seite: XXXIVr
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einer Gemeinde zugetheilt sind, in den betreffenden Zah-
len dieser Gemeinde (Gemarkung) enthalten.

5. Zu Spalte 4. Gemarkung, Gemeinde und
Bürgermeisterei. Zu jeder Gemeinde gehört in der
Regel eine bestimmte Gemarkung. Die wenigen Ausnahms-
fälle, in welchen zwei Gemeinden eine Gemarkung haben
oder mehrere Orte mit besonderen Gemarkungen zusam-
men eine Gemeinde bilden, sind besonders bemerkt.

Nicht in jeder Gemarkung aber befindet sich eine
Gemeinde. Die Gemarkungen, in welchen sich keine Ge-
meinden befinden, nuterscheiden sich in solche, welche in
polizeilicher und administrativer Hinsicht einer Gemeinde
zugetheilt sind, und in solche, in welchen selbst oder für
welche in einer anderen Gemarkung die Organe (besondere
Polizeicommissäre) bestehen, deren es in polizeilicher oder
administrativer Hinsicht bedarf. Die in den Gemarkungen
der ersteren Art vorhandenen Wohnplätze sind in Spalte
4 auf diejenige Gemeinde hingewiesen, welcher die Ge-
markung in polizeilicher und administrativer Hinsicht zu-
getheilt ist, die in der Gemarkung der zweiten Art vor-
handenen Wohnplätze auf die Gemarkungen, für welche
jene besonderen polizeilichen Organe ernannt sind.

Durch Verfügung des Grossherzoglichen Ministeriums
des Innern vom 2. Mai 1863 ist bestimmt worden, dass
den aus mehreren Gemeinden zusammengesetzten Bürger-
meistereien eine dauernde, nicht nach dem jedesmaligen
Wohnsitze des Bürgermeisters wechselnde Benennung ge-
geben wird und haben hierbei die zusammengesetzten
Bürgermeistereien im Allgemeinen und mit wenigen Aus-
nahmen nach dem Namen derjenigen Gemeinde, welche
bei der Volkszählung vom 3. December 1861 die grösste
factische Bevölkerung nachgewiesen hat, Collectivbe-
nennungen erhalten.

6. Zu Spalte 6. und 7. Evangelisches Pfarramt
und Decanat. Bei den sogenannten gleichberech-
tigt vereinigten (aequaliter unirten) Gemeinden wurden
im Verzeichnisse der Wohnplätze beide Orte als Pfarrorte
aufgeführt. Die gegenwärtig bestehenden Pfarreien dieser
Art sind die folgenden und zwar bezeichnen die voran-
stehenden und gesperrt gedruckten Ortsnamen die Wohn-
sitze der Pfarrer:

Crumstadt und Hof heim (Hospital), Goddelau
und Erfelden, Lindenfels und Schlierbach, Lengfeld
und Hering, Dreieichenhain und Philippseich, Se-
ligenstadt und Gross - Steinheim , Sandbach und
Neustadt, Spachbrücken und Habitzheim, Reis-
kirchen und Burkhardsfelden, Steinbach und Albach,
Brauerschwend und Altenburg, Gross-Felda und
Windhausen, Lehrbach und Erbenhausen, Ober-
Breidenbach und Storndorf, Büdingen (1. Pfarrei)

und Rinderbügen, Büdingen (3. Pfarrei) und Herrn-
haag, Gelnhaar und Bergheim, Glauberg und Enz-
heim, Staden und Stammheim, Dorheim und Schwal-
heim , Hoch -Weisel und Hausen, Ossenheim und
Bauernheim, Wetterfeld und Röthges, Ga mb ach
und Ober-Hörgern, Holzheim und Dorf-Güll, Langs-
dorf und Bettenhausen, Lieh (2. Pfarrei) und Nieder-
Bessingen, Münzenberg (1. Pfarrei) und Trais-Münzen-
berg, Muschenheim und Birklar, Wölfersheim und
Weckesheim, Maar und Wernges, Schlitz (2. Pfarrei)
und Kreuzers-Grund (gebildet aus den Orten Berns-
hausen , Nieder-Stoll und Uetzhausen), Stockhausen
und Rixfeld, Ranstadt und Effolderbach, Wallern-
hausen und Fauerbach, Bobenhausen und Feld-
krücken, Gonterskirchen und Einartshausen, Sta-
decken und Elsheim, Gross-Winternheim und
Sauer-Schwabenheim, Nieder-Ingelheim und Wackern-
heim, Hangen-Weis heim und Gunderslieim, Dom-
Dürkheim und Wintersheim, Hahnheim und Köngern-
heim (a. d. Selz), Fürfeld undNeu-Bamberg, Siefers-
heim und Eckelsheim, Sprendlingen und St. Johann,
Pfeddersheim und Mörstadt, Wachenlieim und
Mölsheim.

7. Zu Spalte 8. und 9. Katholisches Pfarr-
amt und Decanat. Die sogenannten Pfarrcuratien:
Geinsheim im Decanat Darmstadt (von Oppenheim ex-
currendo versehen), Klein-Hausen im Decanat Bensheim,
Habitzheim im Decanat Dieburg, Neu-Isenburg im De-
canat Seligenstadt, Kloppenheim im Decanat Vilbel (vom
Pfarrer zu Vilbel versehen), sind im Verzeichniss als
Pfarrorte aufgeführt.

8. Zu Spalte 10. Stadt-, Land- oder Friedens-
gericht. In der Provinz Rheinhessen bestehen zwei
Bezirksgerichte und zwar gehören zum:

a) Bezirksgericht Mainz die Friedensgerichts-Bezirke
Mainz I., Mainz II., Bingen, Nieder-Olm, Ober-
Ingelheim, Oppenheim, Wörrstadt;

b) Bezirksgericht Alzey die Friedensgerichts-Bezirke
Alzey, Osthofen, Pfeddersheim, Wöllstein, Worms.

9. Zu Spalte 13. Rentamt (Ober-Einnehmerei). Ver-
schiedene Gemarkungen sind Oberförstereien zuge-
theilt, welche zu einem andern Rentamt gehören, als
demjenigen, zu welchem die Dis.triets-Einnehmerei
gehört, der die Gemarkung zugetheilt ist (s. die Ueber-
sichten unter VII. u. IX., S. XVIII. ff. u. XXVI. ff. oben).
In solchen Fällen sind in der Spalte „Rentamt“ die
Namen der beiden Rentämter eingetragen und zwar be-
zeichnet der obere dasjenige Rentamt, welchem die be-
treffende Districts-Einnehmerei, der untere dasjenige Rent-
amt, welchem die betreffende Oberförsterei zugehört.
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