Theater von August v.[on] Kotzebue (Zehnter Band) — Leipzig/​Wien, 1840

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, Dieth. Dummkopf, der ich war! O, Sophie! Sie sind
mir noch von heut' eine Antwort schuldig.
Soph. In Gegenwart der Eltern hat die Tochter keine
Stimme.
Dieth. (zum Fähnrich). Mein Wohlthäter! werden Sie
es jetzt zum dritten Male— helfen Sie mir die Hand Ihrer
Schwester erflehen!
f Fähnr. In Gegenwart der Schwester hat der Bruder
keine Stimme.
1 Räthin. Wenn ich recht vermuthe, so ist hier schon eine
i frühere Verbindung vorhergegangen.
' Rath. Rede, Sophie! weiß dein Herz etwas davon?
I Soph. Liebe Mutter! antworten Sie für mich!
II Räthin (gütig vorwerfend). Hast du Mir dem Geheimniß
11 anverrraut?
Soph. Hab' ich nicht? Habe ich mir's vielleicht selbst
nicht gestanden?
Dieth. (mit dem frohesten Enthusiasmus). Ha! sie liebt mich!
Sie hat entschieden! Gute Menschen! nehmt mich unter Euch
auf! Sophie! Sophie! (Stürzt vor ihr nieder und drückt ihre Hand
feurig an seine Lippen.)
Rath. Gesegnet seid Ihr, meine Kmder! und gesegnet
der Künstler, der das Schreibepult erfand!
(Der Vorhang fällt.)
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