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Plessner, Ferdinand
Die Dampf-Strassen-Bahn von Eisenberg nach Crossen: ihre Bau- und Betriebs-Formen und Rathschläge für die Herstellung ähnlicher Localbahnen — Gotha, 1880

Page: 13
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einen Verkehr von 105,260 ab- und zugegangenen Personen gehabt
und von 28,484 Tonnen Güter, welche beide zu fast % von Eisen-
berg und seinem Hinterlande kommen und gingen. Diese Massen mit
unseren Tarifen in Beziehung gebracht, ergeben, wenn auch nur auf
10—12 °/0 Zuwachs gerechnet wird, einschliesslich aller Neben-Ein-
nahmen wiederum nahezu 62,000 Mk. pro Jahr, was sonach wenig

abweicht von unseren theoretischen Ermittelungen.
Diese ergeben in Einnahme rund.G4.345 Mark
und in Ausgabe einschliesslich der Amortisation, aber noch ohne jede
Verzinsung des Anlagecäpitals für die Balm und ihre
Betriebsmittel. 46,000 Mark

Es würde das eine Differenz von 18,345 Mk. ergeben und da die
Bahn und deren Betriebsmittel 465,000 Mk. kosten, so würde sich
das gesammte Anlagecapital zunächst mit 4, nach kurzer Entwicke-
lung aber wohl mit 4 72% verzinsen.
Factisch gibt der Betriebspächter zunächst nur 9000 Mk. Pacht
pro Jahr, dagegen einen etwas höheren Beitrag, nämlich 3300 resp.
später 3600 Mk. in den Erneuerungsfond für die Geleise, und muss
die 65,000 Mk., welche ihm die Betriebsmittel kosten, sich mindestens
mit 472 %) also mit 2925 Mk. verzinsen.
Ihm kostet die ganze Sache — wenn nicht besondere
Unfälle ihn schädigen — sonach pro Jahr. 46000 Mk.
Mehr-Einlage in den Reservefond für die Geleise . . . 500 „
Pacht... 9000 „
Zinsen. 2925 „
für die Betriebsmittel. Summa 58425 Mk.
gegen eine muthmassliche Einnahme von 64,345 Mk.; das gibt ein
Plus von nur ca. 6000 Mk. als Prämie für seine Bemühungen und
sein ganzes Risico; allerdings eine sehr bescheidene Summe, die sogar
in den ersten zwei Jahren kaum erreicht werden dürfte, mit welcher
jedoch gleichzeitig ein Wechsel auf die Zukunft gezogen wird, da sich
ja der Verkehr heben wird und die Einnahmen wachsen; die Schädi-
gung derselben durch eine Fortsetzung der Linie aber wohl als ganz
ausgeschlossen betrachtet werden darf.
Diese kleinen Saugadern des Verkehrs sind nämlich nur so lange yuf, als sie seihst
Sackhahnen bleiben und neue kleine Verkehrscentren an ihren Endpunkten ansetzen. Erhalten
sie aber eine Fortsetzung und schliessen auf der anderen Seite wieder an eine Vollhalin an,
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