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Plessner, Ferdinand
Die Dampf-Strassen-Bahn von Eisenberg nach Crossen: ihre Bau- und Betriebs-Formen und Rathschläge für die Herstellung ähnlicher Localbahnen — Gotha, 1880

Page: 15
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schwenkend auf 3000“- Länge ein eigenes Planum erhalten und so
viel Entwickelung suchen, dass sie mit keiner grösseren Steigung als
1 : 40 weitergeführt werden konnte. Solches geschah durch Benutzung
des anfangs dicht unter der Staatsstrasse liegenden Malzbachthales,
welches enger und enger werdend dazu zwang, die Linie unter Be-
wältigung nicht ganz unerheblicher Erd- und Gesteinsarbeiten auf die
rechtsseitigen Thalgehänge einzuschneiden. Nach diesem war noch
eine 200lange, etwas versumpfte Wiese zu überschreiten und
schliesslich wurde der 275,n- lange Endbahnhof Eisenberg hinter dem-
jenigen Theil der Stadt etablirt, wo die Abführung von den zahlreichen
Fabriken am leichtesten war und die Naumburger und Jenaische
Chaussee die Zugänglichkeit vom Hinterlande am meisten erleichterten.
Eine benachbarte Chamottfabrik hat sich bereits durch einen be-
sonderen Schienenstrang mit dem Bahnhof verbunden.
Die ganze Bahn ist 8600™- lang, hat 9470m- Geleise, 12 Weichen
und alle diejenigen Baulichkeiten, welche in dem nachfolgenden Kosten-
anschläge nachgewiesen sind. —
Die grössten vorkommenden Steigungsstrecken von 1 : 40 sind
nirgends länger als 800 die vorkommenden Kurven haben sämmtlich
Halbmesser von 1000, 320 und 240 allermeistens aber von 15011 .
Da die Zeichnungen und Anschläge alles andere genügend er-
kennen lassen, so wollen wir uns hier lediglich noch mit den wich-
tigsten Theilen der Bahn, nämlich dem Oberbau und den Betriebs-
mitteln beschäftigen.
Mit alleiniger Ausnahme der Geleise auf Bahnhof Crossen und
Eisenberg, wo ein gewöhnlicher Querschwellen-Oberbau angewendet
wurde, entschieden wir uns für den Oberbau auf eiserneu Lang-
schwellen mit Stahlschienen und zwar hauptsächlich, um die Geleise-
unterhaltung in der Chaussee so leicht und wenig störend als mög-
lich für diese zu machen. Wie aus der Zeichnung zu ersehen, lehnten
wir uns an den Hilf’schen Oberbau an, verwarfen jedoch die seit-
lichen Stelzen der Langschwellen und gaben denselben statt dessen
2 horizontale Ansätze, welche die Auflagerfläche wesentlich vermehren
und beim Nachstopfen nicht so hinderlich sind. Die pro Meter Länge
20,t Kilog. schweren Langschwellen konnten schon beim Auswalzen
etwas gebogen werden und wurden gleich auf dem Walzwerk mit den
ebenfalls gebogenen Kurvenschienen verlappt und verschraubt, so dass
sie in fertigen Systemen ankamen. Die Systeme der geraden Strecken
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