Hinton, A. Horsley
Die Praxis der künstlerischen Photographie / von A. Horsley Hinton — Dresden, 1900

Page: 8
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Der Zweck der Einleitung.
Ich möchte nun diese einleitenden Bemerkungen als
einen Beweis zu Gunsten derjenigen Methoden anführen,
welche von der Mehrheit der hervorragenden Aussteller
künstlerisch empfundener Photographien angewendet
werden, von vielen Seiten aber verworfen und sogar
lächerlich gemacht worden sind. Diese absprechenden
Urtheile haben indessen meiner Ansicht nach ihren
Grund weniger in einer logischen Meinungsverschiedenheit,
als vielmehr in einer irrtliümlichen Auffassung des Be-
weggrundes und Zieles dieser Erzeugnisse.
Ich werde nun hier den Gegenstand von einem vor-
wiegend praktischen Standpunkte aus betrachten und,
wie schon bemerkt, zunächst den Endzweck erklären
und hierauf zu zeigen versuchen, wie derselbe am Besten
erreicht wird.
Haben meine vorhergehenden Vergleiche genügt, um
zu zeigen, dass die Naturkopirung, wenn es sich um die
Mittheilung von Ideen und Eindrücken (nicht Thatsachen)
handelt, nicht ganz genau zu sein braucht, so möchte
ich nunmehr zeigen, dass die Genauigkeit der Natur-
kopirung auf der Naturtreue der Details beruht.
Wenn wir durch eine Darstellung irgend eines Gegen-
standes Anderen einen Eindruck desselben zu verschaffen
oder denselben in der Weise zu erklären wünschen, in
welcher er sich unserer Vorstellung eingeprägt hat —
wohlgemerkt, nicht eine Beschreibung der Dinge und
Bedingungen, wie sie in Wirklichkeit waren, sondern
der Ideen, die uns dieselben eingegeben haben — so
werden wir dies wohl am Besten durch einen allgemeinen
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