Hinton, A. Horsley
Die Praxis der künstlerischen Photographie / von A. Horsley Hinton — Dresden, 1900

Page: 69
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Als eines bequemen Hilfsmittels, um aus der fertigen
Kopie gerade das Stück herauszuschneiden, welches man
nöthig hat oder welches die bildmässigste Wirkung er-
zielen lässt, kann man sich
mit Vorth eil vier breiter
Streifen von starker, brauner
Pappe bedienen. Noch bes-
ser ist es, wenn man sich
zwei gleiche Stücke schnei-
det, welche je einen rechten
Winkel bilden (Fig. 14).
Indem man diese Winkel auf die fertige Kopie legt,
bilden dieselben eine Art Rahmen für den Theil des
Abdruckes, den man zu haben wünscht. Man kann die-
selben nun hin- und herschieben, abwechselnd ein
grösseres oder kleineres Bild einschliessend, bis dasselbe
unsere volle Befriedigung erregt.
Hat man auf diese Weise
die Streifen um das ge-
wünschte Bild gelegt, wie in
Fig. 15 dargestellt ist, so thut
man gut, dieselben auch durch
kleine Stifte zu befestigen;
dann betrachte man das
Ganze aus einiger Entfernung
oder hänge es an die Wand, um sich nochmals mit
Müsse zu überlegen, ob die getroffene Wahl eine gute
ist. Im bejahenden Falle fahren wir mit dem Zeichen-
stifte an der Innenseite des provisorischen Rahmens hin,
entfernen die Pappwinkel und schneiden die Kopie nach
den gezogenen Strichen zurecht.
Dieses unbarmherzige Beschneiden der Kopie ist für
Viele eine der schwierigsten Aufgaben und Mancher



Fig. 14
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