Hinton, A. Horsley
Die Praxis der künstlerischen Photographie / von A. Horsley Hinton — Dresden, 1900

Page: 83
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billig, was eine weitere Empfehlung für dieselben sein
dürfte.
Ich glaube nicht, dass sich noch mehr und bestimmtere
Kathschläge geben lassen, da ja so viel vom individuellen
Standpunkte abhängt und, wie wir im Folgenden sehen
werden, sind der Bildwinkel und die Grösse des Bildes
nicht die einzigen Punkte, welche in Bezug auf die Linsen
zu beachten sind.

Die Lochcamera als Ersatz für die Linsen.
Vielen ist es wahrscheinlich bekannt, dass einige ganz
hervorragende Fachmänner in der künstlerischen Photo-
graphie gänzlich den Gebrauch der Linsen vermeiden
und dafür den Gebrauch eines kleinen und einfachen
Apparates, Lochcamera genannt, befürworten.
Es gehört nicht hierher, die Herstellung und den Ge-
brauch dieser Lochcamera zu beschreiben; in Betreff
dieser Dinsre muss ich meine Leser auf Schriften Anderer
verweisen.
Was die relative Grösse der wiedergegebenen Gegen-
stände betrifft, so ist zwischen einer Linse und der
Lochcamera kein Unterschied; die Vorwürfe, welche man
dem einen machen kann, beziehen sich gleicher Weise
auf die andere. Da es bei einer Lochcamera keine Glas-
linse giebt, welche die Lichtstrahlen bricht, mithin auch
keinen Brennpunkt, so kann die Platte in beliebiger Ent-
fernung von der Oeffnung aufgestellt werden, ohne einen
Nachtheil oder Gewinn für das darzustellende Bild zu er-
halten; der Unterschied bezieht sich nur auf den ein-
geschlossenen Bildwinkel. Man kann das am Besten
beobachten, wenn man durch ein kleines Loch sieht,
das man in ein Kartenblatt gestochen hat; je näher die

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