Hinton, A. Horsley
Die Praxis der künstlerischen Photographie / von A. Horsley Hinton — Dresden, 1900

Page: 99
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Auf der anderen Seite giebt es aber auch viele Leute,
denen eine Photographie, wenn sie auch an Schönheit
und Ausdruck einem Gemälde nicht nachsteht, doch
missfällt, wenn sie nicht in allen Einzelheiten die grösste
Schärfe zeigt. Sie beklagen sich, wenn sie irgend eine
Partie nicht klar zu erkennen vermögen und nehmen
Alles übel, was undeutlich erscheint. Solchen gegenüber
ist es leicht möglich, dass sie von einer malerischen
Photographie nie befriedigt werden. Es giebt zahlreiche
Menschen, die Alles, was sie sehen, jede Person, mit
der sie Zusammentreffen, sofort und unwillkürlich einer
Kritik unterwerfen, und die Abwesenheit oder der
Mangel irgend welcher Einzelheit erregt ihre Ent-
täuschung. Ich bin aber der Meinung, dass die Ansicht
solcher Nörgler in künstlerischen Angelegenheiten nicht
massgebend ist.
Kopirmethoden und ihre Einwirkung auf
das künstlerische Resultat.
Es ist schon auseinander gesetzt worden, dass es die
natürliche Ordnung umzukehren scheint, wenn man von
der photographischen Kopie spricht, bevor man auf die
Platte und deren Entwicklung eingegangen ist, aber bei
der besonderen Anwendung der Photographie, welche
hier besprochen wird, ist dieser Weg nothwendig. Wir
haben hier ein Beispiel für den grossen Unterschied
zwischen einer Photographie, wie wir sie anstreben und
derjenigen, welche zu topographischen und anderen
nützlichen Zwecken hergestellt wird. In der letzteren
muss nach Gleichförmigkeit gestrebt werden, können daher
auch genaue Regeln und Formeln gegeben und befolgt
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