Erhard, Theodor
Der elektrische Betrieb im Bergbau: Die Eigenschaften der elektrischen Maschinen und ihre Anwendung in der Grube mit besonderer Berücksichtigung der Betriebssicherheit ; ein Leitfaden für Betriebsbeamte — Darmstadt, 1902

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VI

betriebes zwar schon wiederholt Gegenstand von Untersuchungen
und Aufsätzen gewesen, es fehlt aber noch jede zusammenfassende
Darstellung, und wenn auch hier wie in dem ganzen Gebiete der
Elektricität noch viel zu thun, ein Abschluss also noch weit entfernt
ist, so glaube ich doch mit einem Ueberblick über das bis jetzt vor-
liegende Material eine vielleicht Manchem willkommene Arbeit zu
leisten.
Allerdings setzt eine solche Darstellung beim Leser eine schon
etwas eingehendere Kenntniss der elektrischen Maschinen, sowohl
der Dynamomaschinen als der Motoren, voraus. Nun giebt es ja
schon viele Bergingenieure, denen die Starkstromtechnik vollkommen
vertraut ist, als Regel kann man aber eine solche genauere Kenntniss
doch noch nicht voraussetzen. Vielmehr beschränkt sich bei vielen
sonst ausgezeichneten Fachleuten die Kenntniss dieses immer noch
neuen Gebietes auf die ersten Grundlehren.
Ich hielt es daher für nothwendig, den die Frage der Sicherheit
behandelnden Abschnitten eine etwas eingehendere, dabei aber mög-
lichst kurze, Erörterung der Wirkungsweise und der Eigenschaften
der elektrischen Maschinen vorauszuschicken, ausgehend von den
als bekannt vorausgesetzten, daher nur kurz berührten Grundlehren.
Fast alle Eigenschaften der elektrischen Maschinen lassen sich elemen-
tar genügend erläutern, Formeln waren daher nur an sehr wenigen
Stellen nöthig. Es sollte mir lieb sein, wenn meine kurze Darstellung
zum besseren Verstehen der elektrischen Maschinen etwas beitragen
könnte.
Das elektrische Signalwesen bürgert sich zwar auch in der
Grube immer mehr ein. Da es aber an sich so gut wie keine
Gefahren einschliesst und nur durch seine grössere oder geringere
Zuverlässigkeit mit der Sicherheit des Betriebes zusammenhängt, so
ist es in das vorliegende Buch nicht aufgenommen worden.
Schliesslich halte ich es noch für meine Pflicht, auch hier Herrn
Bergamtsdirector Kretschmar für die Erlaubniss zur Benutzung der
Bergamtsakten bei Beschreibung der vorgekommenen Unglücksfälle,
sowie Herrn Bergrath Scheibner für die Erlaubniss zum Abdruck der
von ihm erlassenen Sicherheitsvorschriften meinen ergebensten Dank
auszusprechen.
F r e i b e r g i. S., im April 1902.

Th. Erhard.
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