Erhard, Theodor
Der elektrische Betrieb im Bergbau: Die Eigenschaften der elektrischen Maschinen und ihre Anwendung in der Grube mit besonderer Berücksichtigung der Betriebssicherheit ; ein Leitfaden für Betriebsbeamte — Darmstadt, 1902

Page: 11
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/42-5447/0017
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
Abschnitt II.
Gleichstrommaschinen.

Die ersten Maschinen, in denen durch Verwendung mechanischer
Arbeit elektrische Ströme erzeugt wurden, waren Magnetmaschinen,
in denen die magnetischen Felder durch kräftige Stahlmagnete her-
vorgebracht wurden. Seit sich jedoch in Folge der Entdeckung der
Dynamomaschine durch Werner v. Siemens die Möglichkeit ergab,
die Stahlmagnete durch die weit wirksameren Elektromagnete zu
ersetzen, sind diese letzteren für alle grösseren Maschinen allein in
Anwendung.
Das Princip der Dynamomaschinen beruht darauf, dass man zuerst
den schwachen Magnetismus benutzt, der in jedem Eisen vorhanden
zu sein pflegt, und der ein magnetisches Feld von allerdings nur
sehr geringer Stärke erzeugt. Dadurch, dass man Drähte in zweck-
mässiger Weise durch dieses Feld bewegt, inducirt man in diesen
einen Strom, der in der richtigen Richtung um das schwach magne-
tische Eisen geführt, dessen Magnetismus verstärkt, so dass das nun
ebenfalls stärkere Feld einen stärkeren Strom inducirt u. s.w. Es
findet so eine allmähliche gegenseitige Verstärkung des Feldes und
des Stromes statt, bis endlich der Umstand, dass das Eisen sich
seiner magnetischen Sättigung nähert und die durch den starken
Strom eintretende Erwärmung und Widerstandsvermehrung der Drähte
der Verstärkung ein Ziel setzen.
Gleich die ersten Constructionen zeigten aber eine wesentliche
Verschiedenheit in der Anordnung der Theile. Denn während Siemens
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list