Erhard, Theodor
Der elektrische Betrieb im Bergbau: Die Eigenschaften der elektrischen Maschinen und ihre Anwendung in der Grube mit besonderer Berücksichtigung der Betriebssicherheit ; ein Leitfaden für Betriebsbeamte — Darmstadt, 1902

Page: 88
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/42-5447/0094
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
Abschnitt VIII.

Unglücksfälle durch Elektricität in sächsischen Gruben.

Zu den im vorigen Abschnitte gegebenen allgemeinen Be-
merkungen dürfte die genaue Darstellung einer grösseren Zahl genau
untersuchten Unglücksfällen die beste Erläuterung sein. Es sind
daher im Nachfolgenden alle die Unglücksfälle zusammengestellt,
welche sich bis Ende 1901 in sächsischen Gruben durch elektrische
Ströme ereignet haben.
Die Angaben beruhen durchweg auf den Berichten der Berg-
inspectionen, deren Benutzung das Königliche Bergamt dem Ver-
fasser in zuvorkommendster Weise gestattet hat. Der letzte Un-
glücksfall betrifft allerdings keine Schädigung von Personen, ist aber
der Vollständigkeit wegen mit aufgenommen.

1. Töd11 iche Veru n g 1 ü cku ng des Fördermanns
L i p p o 1 d auf dem Steinkohlenwerke „D e u t s c h 1 a n d“ in
Oelsnitz im Erzgebirge am 26. December 1895.
Die Grube Deutschland hatte am angegebenen Tage erst seit
kurzem eine von Schuckert erbaute elektrische Anlage in Betrieb.
Der Strom ist Zweiphasenstrom mit gemeinsamer Rückleitung. Die
Spannung ist 500 Volt an der Maschine und wahrscheinlich 400 bis
450 an den Verbrauchstellen in der Grube.
Der Unfall geschah an einem elektrisch betriebenen Förder-
haspel an einem Fallort des dritten Flötzes. Lippold hatte sich zum
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list