Erhard, Theodor
Der elektrische Betrieb im Bergbau: Die Eigenschaften der elektrischen Maschinen und ihre Anwendung in der Grube mit besonderer Berücksichtigung der Betriebssicherheit ; ein Leitfaden für Betriebsbeamte — Darmstadt, 1902

Page: 106
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Abschnitt IX.
Die Gefährlichkeit elektrischer Anlagen.

2. Feuersgefahr.
Die Möglichkeit, dass brennbare Körper durch elektrische Ap-
parate entzündet werden, ist eine doppelte, entweder durch das
Glühen eines Leiters oder durch an Unterbrechungsstellen der Strom-
leitung auftretende Funken oder Lichtbögen.
Beim elektrischen Licht dient entweder ein Lichtbogen oder ein
glühender fadenförmiger Leiter (gewöhnlich Kohlenfaden) als Licht-
quelle, in beiden Fällen ist aber durch die gewöhnliche Anordnung
der Lampen die Gefahr auf ein Minimum reducirt, wenigstens wenn
es sich um Anlagen über Tage, d. h. nicht in der Grube, handelt.
Der Lichtbogen ist in eine Glaskugel eingeschlossen, welche
eine direkte Berührung der glühenden Kohlenspitzen durch brenn-
bare Stoffe verhindert, und herabfallende glühende Theilchen werden
durch den Aschenteller aufgefangen. Noch besser ist der Glühfaden
der gewöhnlichen Glühlampen durch die ausgepumpte sog. Glasbirne
geschützt, in der sich der Kohlenfaden befindet. Eine Gefahr besteht
nur, wenn diese Glashülle zerbricht. Höchstens kann eine Glühlampe
dann einen Brand verursachen, wenn sehr leicht brennbare Stoffe
lange Zeit in inniger Berührung mit ihrer Aussenfläche bleiben.
Diese Fälle sind aber, wenn auch nicht unter allen Umständen, so
doch unter normalen Verhältnissen leicht zu vermeiden, und die von
den Beleuchtungskörpern drohende Feuersgefahr ist also eine sehr
geringe, eine weit geringere jedenfalls, als bei jeder anderen Be-
leuchtung mit künstlichem Licht.
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