Darmstadt, der Odenwald, die Bergstrasse und die Main-Neckar-Eisenbahn: ein Handbuch für Reisende — Darmstadt, 1846

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DARMSTADTS UMGEBUNGEN.

aul'entlialt der verstorbenen Grossherzogin Wilhelmine,
welche hier an der Seite einer geliebten Tochter ruht.
Die Begräbnisskapelle ist Möllers, das Bild des Kindes,
aus kararischem Marmor, Rauchs Arbeit. Der grosse
Woog, der sich hier dem Anblick darbietet, ist wäh-
rend des Sommers von vielen Radenden besucht; auch
die Damenbäder sind in Aufnahme gekommen; man
sorgt für Verschönerung der Umgebung dieses Teiches,
ln der Stadt hat man wenig Badeanstalten, die von
Jochheim am Bessuhgerthor und das Ludwigsbad von
Warthoist sind zu erwähnen; letzteres hat eine vor-
treffliche Einrichtung zu Dampfbädern. Hcimkehrend
wenden wir noch einen Blick auf den südöstlich an
der Stadt liegenden Friedhof, der 2800 Klafter gross
und von einer Mauer umgeben ist. Schöne Denkmäler
zieren ihn; hier ruhen zwei Glieder des Fürstenhauses,
Landgraf Christian und Lud.wig; der berühmte Hof-
prediger Ernst Zimmermann, der Staatsminister von
Grolman und andere bedeutende.Männer. —
Weniger einladend ist ein Spaziergang nach dem
auf der Frankfurter Strasse, 1 St. weit entfernten Ar-
heilgen; nach dem Tannenwald und dem 1% St. ent-
legenen Dorfe Griesheim pllegt man an trocknen und
sonnigen Wintertagen sich zu wenden. Die Bewohner
dieses Dorfes, fleissige und kluge Landleute, die be-
deutenden Handel mit ihren Cultur-Erzeugnissen und
Sämereien treiben, standen sonderbarer Weise lange
Zeit im Rufe, die Schildbürger dir Gegend zu sein.
Auch in dem düslern Tannenwalde fehlt es nicht an
Anlagen und Ruheplätzen; an dem sogehauuten Gries-
heinicr Haus stand ehedem ein Jagdschlösschen. —
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