Darmstadt, der Odenwald, die Bergstrasse und die Main-Neckar-Eisenbahn: ein Handbuch für Reisende — Darmstadt, 1846

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UND SEINE UMGEBUNGEN.

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zu Lande nach Heilbronn und Stuttgart, so benutzt
man die zweimal des Tages nach Sinsheim abgehenden
Omnibus. An mehreren Stellen der Stadt trifft man
Droschken an, um andere Excursioncn zu machen.
Einep sehr interessanten Ausflug kann man in 1 >4
Tagen machen, wenn man über Schwetzingen nach
Speyer und von da über Mannheim nach Heidelberg
zurück fährt. Zu weitern Touren nach Darmstadt und
Frankfurt wählt man die Main-Neckar-Eisenbahn; aber
auch längs der Bergstrasse hin findet sich in Heidelberg
fast immer sehr billige Gelegenheit.


JUtmnljcim unfc leine Hingebungen.

Sowie Karlsruhe, die erste Hauptstadt, so ist auch
Mannheim, die zweite des Grossherzogthums Baden,
eine der regelmässigsten und schönsten Städte Deutsch-
lands. Sie liegt unter dem 26°, 12' östl. Länge und
49°, 29' nördl. Breite; sic dehnt sich über eine weite,
fruchtbare Ebene da, wo der Neckar in den Rhein
fliesst, und erhebt sich etwa 340 Fass über der Mee-
resfläche. Am schönsten stellt sic sich vom Rheine ge-
sehen dar, man hat hier die stattlichen Hafengebäude,
einige Gasthöfe, sowie hinter denselben Schlussgarten
und Schloss im Anblick. Von anderen Seiten hindern
meistens die hohen Bäume, aus denen die Häuser gleich-
sam hervorlauschcn, eiue freie Ansicht eines grösseren
Theils der Stadt. Sie ist im Oval angelegt und hat
nur gerade, regelmässige, auf eigenthümliche Art nu-
merirte Strassen. Die Strassen nämlich theilen die

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