Kapp, Ernst
Grundlinien einer Philosophie der Technik: zur Entstehungsgeschichte der Cultur aus neuen Gesichtspunkten — Braunschweig, 1877

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I.


Der anthropologische Maassstab. •

Der menschliche Leib in der Selbstauffassung. Der Mensch das Maass der
Dinge. Geschichte der Physiologie und Weltgeschichte. Physiologie und
Psychologie. Der Dualismus und seine Berechtigung. Der anthropologische
Maassstab im Mittelalter, in der Neuzeit. Naturforschung und Philosophie
in Widerspruch und in Befreundung. Der zu sich selbst zurückkehrende
Mensch. Der anthropocentrischc Standpunkt. Die organische Entwickelungs-
theorie. Das biogenetische Grundgesetz. Die vom Menschen geschaffene
Aussenwelt. Rückblick.

Die denkende Betrachtung, wie verschieden ihr Ge-
genstand nach Ausdehnung in Raum und Zeit sein mag,
vereinsamt oder verliert sich niemals ins Endlose, sondern
kehrt über kurz oder lang auf derselben Bahn dahin
zurück, von wo sie ausgegangen war, zum — Menschen.
Mit ihm bleibt ihr Zusammenhang ununterbrochen, und
das was sie nach allem Suchen und Entdecken findet, ist
immer nur der Mensch, nach des Wortes eigenster Bedeu-
tung der ,,Denker“.
Hiernach wäre der Inhalt der Wissenschaft ihrem
forschenden Verlaufe nach überhaupt nichts Anderes als
der zu sich selbst zurückkehrende Mensch.
Tritt bei diesem Vorgang das Bewusstsein des Men-
schen von der Welt ausser ihm unablässig in vergleichende
Beziehung zu der Welt in ihm, so erhebt er sich dadurch,
dass er im Denken sein Dasein als unterschieden von an-
derem Daseienden verbürgt weiss, zum Selbstbewusstsein.
Was man gegenwärtig unter dem Seihst versteht,
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KAPP, Phil. d. Technik.
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