Schmitt, Eduard
Vorträge über Bahnhöfe und Hochbauten auf Locomotiv Eisenbahnen / von Eduard Schmitt (Die Anlage der Bahnhöfe) — Leipzig, 1873

Page: 328
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Magenau, J. Steigerung (1er Erträge des nutzbaren Eisenbahn-Areals hauptsächlich durch
Obst-Cultur mit specioller Berücksichtigung der Württembergischen Verhältnisse.
Brcuil, M. du. Manuel d’arboculture des ingeniours.
Petzold, C. J. Die Anpflanzung von Obsthäumen und Sträuchern an Eisenbahnen und
Chausseen, sowie die Pflege und Unterhaltung derselben. Dresden 1868.
Lucas, E. Die Bepflanzung der Eisenbahndämmo und Böschungen sowie der Umfriedigung-
der Bahnlinien mit Obsthäumen und nutzbringenden Gehölzarten. Ravensburg 1870.
Buresch. Ueber die Begrünung von Gebäuden. Zeitsch. d. Ing- w. Arcli.-Ver. zu Hannover
1866, S. 401.
Häufig werden auch an den Zufahrtsstrassen zum Bahnhofe Baumpflanzungon
angelegt; dabei erhalten die einzelnen Bäume meist eine Entfernung von 7 bis 10m und
werden entweder einander gegenüber gesetzt oder gegen einander versetzt. Obstbäume,
Ahorn, Kastanien, Linden, Birken etc. dürften sich dazu am besten eignen.
Eiu kleiner, 2 bis 3"' hoher Ahorn-, Kastanien- oder Birkenstamm kostet zwischen 25 und 35
Pfennige, ein Obstbaum- oder Lindenstamm zwischen 50 und 70 Pfennige; der Pfahl, an welchem das
junge Bäumchen festzubinden und aufzuziehen ist, kostet bei 3,5 bis 4™ Höhe und 4«tm Stärke zwischen
20 und 25 Pfennige. Für die Kosten-Berechnung der Baumpflanzungen müssen hierzu noch die Kosten
für die Herstellung des Baumloches und für das Versetzen und Unterhalten des Bäumchens in den
ersten Jahren zugeschlagen werden, welche man zwischen 20 und 25 Pfennigen annehmen kann.
Insgcsammt kostet somit eine Pflanzung von Ahorn-, Kastanien- oder Birkeustämmchcn pro Stück
zwischen 05 und 85 Pfennigen, und von Obstbaum- oder Lindenstämmchen pro Stück zwischen 90
120 Pfennigen.
IX. Kapitel.
Entwässerung der Bahnhöfe.
§. 143.
Allgemeines.
Die Entwässerung der Bahnhöfe bat nicht nur zum Zwecke, das Bahnhofplanum
von dem auffallenden Tagwasser frei zu halten; sondern es müssen auch die Perrons,
die Iteinigungsgruben, die Wasserkrahne, die Gruben für die Drehscheiben und ver-
senkten Schiebebühnen, die Souterrainlocalitäten der Gebäude etc. durch die Ent-
wässerungsanlagen vom Wasser befreit werden.
Die Entwässerung des Bahnhofplanums ist für die Erhaltung der normalen
Höhenlage der Geleise von grösster Einwirkung und vornehmlich auf grossen Bahnhöfen
mit besonderer Vorsicht und systematisch durchzuführen, weil auf denselben meist nur
geringe Steigungen Vorkommen, und somit das zur Abführung des Wassers erforderliche
Gefälle nur schwer zu erreichen ist. Eine gute Entwässerung des Bahnhofplanums wird
somit für die Conservirung der Schwellen, so wie für die Unterhaltung des Bahuhof-
oberbaues überhaupt von der grössten Wichtigkeit sein. Ebenso wichtig ist aber auch
die Anlage jener Leitungen, welche das Wasser aus den anderweitig bereits angeführten
Bauobjecten abzuführen haben.
Aus diesen Gründen ist sofort, schon bei der ersten Ausarbeitung des Bahnhofs-
projectes, auf die Entwässerungsanlagen gehörige Rücksicht zu nehmen, und es sind
hierbei bereits die Tiefen allfällig nothwendiger Canäle, Bahngräben, Röhrenleitungen etc.
anzugeben.
In Deutschland wird im Allgemeinen eine nur geringe Sorgfalt auf die Ent-
wässerung der Stationsanlagen verwendet; meist ist es der Kostenpunkt, der von der
systematischen Durchführung derselben zurückhält; in manchen Fällen ist auch der
Mangel an richtiger Einsicht daran Schuld. Unterirdische Itöhrenzüge werden häufig
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