Schmitt, Eduard
Vorträge über Bahnhöfe und Hochbauten auf Locomotiv Eisenbahnen / von Eduard Schmitt (Hochbauten für die Zugförderung und Bahnbewachung) — Leipzig, 1882

Page: 400
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VIII. Kapitel.
Wärterbuden.
(Taf. XXVIII.)
§. 115.
Allgemeines.
Die Wärterbuden enthalten das Dienstlocal für Bahn-, Weichen-, Signal-
und Barrierenwärter, welche an bestimmten Stellen der Stationen und der freien
Strecke ihren Dienst auszuüben haben; sie sollen darin, gegen die Unbilden der Witte-
rung geschützt, während der Pausen, die ihr Dienst gewährt, sich aufhalten können. Man
sollte den Wärtern in ihrem Interesse sowohl, als auch im Interesse des Dienstes einen
Aufenthalt geben, der im Winter gehörig zu erwärmen, im Sommer nicht zu heiss ist.
Diese Buden heissen auch Wachthäuser; die ganz kleinen Buden dieser Art
werden wohl auch Schilderhäuser genannt.
In der Regel enthalten die Wärterbuden nur das Dienstlocal; doch hat man
bisweilen auch eine kleine Goräthekammer oder einen Vorraum (Fig. 18), der zur Auf-
bewahrung der Geräthe dient, oder den Abort damit vereinigt (Fig. 14).
Die Buden werden entweder feststehend oder transportabel hergestellt; die letzteren
sind besonders für Bahnhöfe sehr geeignet, da sich auf diesen die baulichen und Be-
triebsverhältnisse häufig ändern. Die transportabeln Buden lassen sich entweder im
Ganzen von einer Stelle zur andern bringen, oder sie sind zerlegbar, so dass sie in
einzelnen Theilen translocirt werden können.
§• H6.
Dimensionen.
Dem in einer Wärterbude untergebrachten Dienstlocal giebt man sowohl in der
Grundfläche, als auch in der Höhe nur die allernothwendigsten Abmessungen. Sieht
man von den ganz kleinen Schilderhäusern ab, wie ein solches in Fig. 19 dargestellt
ist, dessen Innenraum nur 1,26 X 1,26 = 1,591"' Grundfläche und 1,90™ Höhe hat,
so weichen die Dimensionen solcher Buden im Ganzen und Grossen nicht viel von
einander ab.
Streckert giebt*) als Minimaldimensionen (im Lichten) für die als Wachtlocal

dienende Stube an:
Länge ..1,60"'
Breite.2,00 „
Höhe (vom Fussboden bis zur Traufhöhe gemessen) . . 2,60 „
Nach Goschler empfiehlt sich für die
Länge.2,05 „
Breite.1,15 „
, Höhe‘(bis zur Traufhöhe).2,30,,
(bis zum Dachfirst).2,50 „

*) In: Deutsches Bauliandbucli. III. Band. Baukunde des Ingenieurs. Berlin 1879. S. 299.
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