Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart. (Bd. 2) — Berlin, 1911

Seite: 270
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Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart.


Abb. 2. Zweigleisige Eisenbahnbrücke über den Rhein bei
Worms, Linie Mainz-Rosengarten, mit freischwebender Fahr-
bahntafel. System Harkort.

liefert das Werk, wie Hallen, Kirch- und Leuchttürme,
Werkstattgebäude, Fähranlagen und Kohlenkipper.
Das Werk erhielt erstklassige Auszeichnungen auf
den Ausstellungen in Wien 1873, Sidney 1879, Düssel-
dorf 1880, Melbourne 1881, Amsterdam 1883, Paris
1900 und Brüssel 1910. Auch bei öffentlichen Wett-
bewerben wurden die Arbeiten des Harkort’schen
Ingenieurbüros mit Preisen bedacht, und zwar 1895
für die Straßenbrücke bei Bonn (3. Preis), 1896 für
die Straßenbrücke bei Worms (3. Preis), 1897 für die
Eisenbahnbrücke bei Worms (1. Preis), 1897 für die
Straßenbrücke bei Wilhelmsburg-Harburg (1. Preis),
1901 für die Neckarbrücke bei Mannheim (3. Preis).
Auf Grund eigener Entwürfe fielen dem Werk u. a. die
nachstehenden Bauwerke zu: der Rotesand-Leuchtturm
in der Nordsee, das Schiffshebewerk in Henrichenburg,
die Moselbrücke bei Traben-Trarbach, die Oberhafen-
briicke in Hamburg, die Fähranlage in Saßnitzhafen
auf Rügen, einTeil der Süd- und Nordbrücke in Cöln usw.
Die 1879 eingerichtete Wagenbauabteilung baut
hauptsächlich Güterwagen und ungepolsterte Personen-

k


Abb. 3. Rotunde des Industriepalastes für die Welt-
ausstellung in Wien 1873, 100 m Durchmesser,
85 m hoch.

wagen, besonders Kohlen- und Kalkwagen, bedeckte
Güter- und Plattformwagen (achträdrige) für die
Preußischen Staatsbahnen, ferner Kastenwagen mit seit-
licher Entladung, Trichterwagen, vier- bis sechsachsige
Sonderwagen mit versenkter Ladefläche für schwere
und unhandliche Transportstücke. Das Werk hat bis
jetzt insgesamt 17000 Eisenbahnwagen geliefert.
Die Werkstätten der Gesellschaft liegen unmittel-
bar am Rheinufer. Durch den nahen Schiffsverkehr
mit den belgischen und holländischen Häfen liegt das
Werk für den Export nach allen Richtungen und
Ländern wie geschaffen. Die Grundstücke haben eine
Größe von 140 000 qm; die Zahl der ständigen Ar-
beiter beträgt 1200 bis 1500. Die Jahreserzeugung
im Brückenbau beträgt rund 20 000 t; die Wagen-
bauabteilung ist auf eine Erzeugung von 1000 bis
1200 Eisenbahnfahrzeugen eingerichtet. Der Betrieb
der Werke und Baustellen erfordert etwa 2000 PS,
welche den einzelnen Maschinen und Arbeitsstätten
in Form von Elektrizität und Preßluft zugeführt
werden.


Abb. 4. Spezialwagen von 57,5 t Tragfähigkeit.
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