Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 44
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44

Bremsen.

für das

Übersetzungs-

lich der Ausdruck
Verhältnis:
j j_(di d h a c x
U Vh i ' hi' ab)
Sollen die von beiden Seiten wirkenden
Bremsklotzdrücke gleich sein, dann müssen
die entsprechenden Hebellängen derart gewählt
werden, daß
d i d h a c .
h i hi a b 1S '
Für das Bremsgestänge des dreiachsigen
Wagens (Abb. 43) sind die Hebellängen bereits
so angenommen, daß die Bremsdrücke auf
die Endachsen gleich, jene für die schwächer
belastete Mittelachse entsprechend schwächer

Die für Abb. 42, 43 u. 44 angegebenen
Übersetzungsverhältnisse sind noch zu multi-
plizieren : für Handbremsen mit dem für die
Spindel- oder Hebelbremse bestimmten Über-
setzungsverhältnis, für durchgehende B. mit
dem Übersetzungsverhältnis, das sich aus dem
Anschluß des Bremszylinders durch Brems-
wellen oder Bremshebel an die in Abb. 42, 43
u. 44 dargestellten Bremsgestänge ergibt. So
wäre für die Vakuum bremse das Übersetzungs-
verhältnis (Abb. 45):

Ü

s r
t r

für Druckluftbremsen (Abb. 46) das Über-
setzungsverhältnis :

-—
\S~ri y
K


Abb. 44.


U

in n
n o

m o
n o

n . in
m o

9 m n
11 o

Abb. 45.


ausfallen und daß die Bremsklotzdrücke auf
jedem Rad gegenseitig gleichen Wert haben.
Das Übersetzungsverhältnis ist demnach:

_L
<5 *55
52 52
II
aa (
ba \
b a
a a •
b a
a a
fs
gh
"1
b a
a a
fh
fs
ba
. ÜL
gh
a b
i
b a
g h fh ''
a a
gh
' fh '
b a
a a
fh
gh
gh
fh
a a
b a
a b \
aa J
= 4 + 2
fg
gh


U

Das Übersetzungsverhältnis für den vier-
achsigen Wagen (Abb. 44) bestimmt sich :
df ac d d gf ac , d d gf
fd ab ‘ fd gg ab < fd gg
df ac . d d gf dd gh ac
fd ab ‘ fd gg fd gg ab
Wenn df = gf = J d d = ^ gg ist, dann
a c
ab '

ist (7=4

maßgebend.
Abb. 47 zeigt schematisch die Anordnung
eines Ausgleichsbremsgestänges einer 1 C 1-
Lokomotive, Abb. 48 ein solches einer 2 B-
Schnellzugslokomotive, bei welcher auch das
Drehgestell gebremst ist. Abb. 49 stellt sche-
matisch das Bremsgestänge eines dreiachsigen
Tenders vor.
Das Schleifen der Klötze an den Rädern
bei offener B. soll tunlichst vermieden werden,
da sonst der Rollwiderstand der Fahrzeuge
! erhöht wird.
Man hat dem in mehrfacher Weise zu
begegnen gesucht. Die Bremsklötze wurden
mit Zahnungen versehen (Abb. 50), in die
auf die Lamellen genietete federnde Haken
eingriffen. Dieses Mittel hat sich nicht
besonders bewährt, da die Zahnungen meist
sehr bald abgenutzt werden. Auch scheiben-
förmige Federblättchen wurden zur Erhöhung
der Reibung zwischen Klotz und Lamellen
eingelegt.
Besser sind Flachfedern, die, lyraförmig
gebogen, sich mit einem Ende an den unteren
Verbindungsbolzen der Hängelamellen, mit
dem anderen Ende gegen den Klotzunterteil
stützen (Abb. 51).
Da jedoch diese Federn mit der Zeit lahm
werden oder brechen, werden bei den öster-
reichischen Staatsbahnen die Bremsklötze
nach Abb. 52 durch eine Stellvorrichtung mit
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