Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 167
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Buttertransportwagen. — Camden-Amboy-Eisenbahn.

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durch eine hölzerne, mit breiten Luftschlitzen
versehene Lattenwand abgesondert sind. Durch
diese Anordnung soll eine zu rasche Abgabe
von Kälte und Hand in Hand hiermit ein zu
rascher Verbrauch des Eises hintangehalten
werden. Für je 2 Eisbehälter ist oben im Dache
eine Füllöffnung mit gut dichtendem Deckel
und unten ein Gefäß für das Schmelzwasser
mit Abflußrohr angeordnet. Der gegen die

Caledoniars Railway, die größte Eisen-
bahn Schottlands mit dem Sitz in Glasgow,
betreibt teils eigene Linien, teils solche fremder
Bahnen. 1845 wurde die Strecke von Carlisle
nach Edinburgh, Glasgow und Castlecary kon-
zessioniert. Am 10. Oktober desselben Jahres
wurde mit dem Bau begonnen, der so betrieben
wurde, daß bereits am 10. September 1847 die
erste Teilstrecke von Carlisle nach Beattock
dem Betrieb übergeben werden konnte. Die
Fortsetzungsstrecke bis Edinburgh und Glas-
gow wurde am 15. Februar 1848 eröffnet.
Die C. nahm im Laufe der Jahre eine Anzahl
von Bahnen in sich auf, so erfolgte gemäß
Akt vom 5. Juli 1865 die Fusion der C. mit
der Scottish Central Railway (Greenhill-Perth,
112 Meil.). Diese am 31. Juli 1845 begründete
Bahn bestand gleichfalls aus einer Reihe
fremder Bahnen, so der Eisenbahn Callander-
Oban (72 Meil.), Crieff Junction (9 Meil.), Dun-
blane-Doune-Callander (101/2 Meil.), Dundee-
Perth-Aberdeen-Junction und einiger kleinen
Zweiglinien, die nun alle ins Eigentum der
C. übergingen. Einen nicht geringeren Zuwachs
erfuhr das Netz der C. durch die mit königl.
Entschließung vom 10. August 1866 genehmigte
Fusion mit der Scottish North Eastern (Perth-
Forfar-Aberdeen, 130 Meil.).
Die Hauptlinien der C. führen von Carlisle
über Carstairs, Dunblane, Perth nach Aberdeen
und von Glasgow nach Edinburgh, ferner im
Westen von Callander nach Oban mit der
Fortsetzung nach Ballachulish.
Die C. führt auch den Betrieb auf zahlreichen
Zweigbahnen, die namentlich in der Gegend
von Lanarkshire ein dichtes Netz bilden.
Durch den Anschluß der C. in Carlisle an
die London and North Western Railway ist
eine direkte Verbindung von London bis
Aberdeen geschaffen.
Der Zentralbahnhof von Glasgow gilt als
der vornehmste und am besten ausgestattete
Personenbahnhof Englands.
Am 31. Juli 1911 standen 1051 engl. Meilen
(1692’11 km) im Betrieb, wovon 6y2 engl.

Mitte zu geneigte Fußboden ist mit Zinkblech
verkleidet und mit einem abnehmbaren Llolz-
lattenrost bedeckt. In der Wagendecke ist eine
Lüftungsvorrichtung, über dieser ein Sonnen-
dach angeordnet. Die Isolation der Kasten-
verschalung ist aus Abb. 132 zu ersehen. Die
durchschnittliche Temperatur der Butter während
der Beförderung beträgt 5°C. Cimonetti.

Meilen viergleisig, 5883/4 engl. Meilen doppel-
gleisig, der Rest eingleisig waren.
Mit 31. Juli 1911 betrug das Anlagekapital
56,501.941 iE. Die Einnahmen des Jahres
1910/11 betrugen 4,664.565 IE, die Ausgaben
2,516.870 T, die gezahlte Dividende ergab
eine Verzinsung von 3*38 % jährlich. Befördert
wurden in gleichem Betriebsjahre (ausschließlich
der Saisonkartenbesitzer) insgesamt 40,792.103
Personen und wurden 25,939.753 Zug!km
(15,614.124 Zug/km von Personenzügen,
10.325.629 Zug]km von Güter- und Kohlen-
zügen) geleistet.
Camden-Amboy-Eisenbahn. Die Eisen-
bahn zwischen den im Staat New Jersey ge-
legenen Städten Camden (gegenüber Phila-
delphia) und Amboy (südlich von New York)
hat ihre Konzession vom Staat New Jersey
am 4. Februar 1830 erhalten, ist im Frühjahr
1834 in Betrieb genommen und somit eine
der ältesten Bahnen in den Vereinigten Staaten
von Amerika.
Die Gesellschaft, der die Bahn gehört, hatte
sich am 15. Februar 1831 mit der Delaware-
und Raritan-Kanalgesellschaft verschmolzen.
Durch ein Staatsgesetz vom 2. Februar 1832
wurde ihr auf die Dauer von zunächst
20 Jahren ein ausschließliches Privilegium zum
' Betrieb einer Eisenbahn zwischen den Städten
New York und Philadelphia innerhalb des
Staates New Jersey erteilt. Durch Gesetz vom
16. März 1854 wurde dieses Privilegium bis
zum 1. Januar 1869 verlängert.
Die Gesellschaft hat das ihr durch diese
mit Bestechung und anderen unerlaubten
Mitteln erworbenen — Privilegien gewährte
Monopol für den Verkehr zwischen den beiden
Welthandelsplätzen New York und Philadelphia
und damit zwischen dem Norden und Süden
der Vereinigten Staaten auf die schnödeste
Weise mißbraucht, jahrzehntelang das Land
geschädigt, die Bevölkerung ausgebeutet und
ist lediglich bemüht gewesen, für die Aktionäre,
hauptsächlich aber für ihre Direktoren mög-
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