Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 267
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0.5
1 cm
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Dehnungsmesser.

sitzend) angezogen. Sodann wird durch Rechts-
drehen des Griffes E der bewegliche Zeiger
ungefähr in die Mitte der Teilung gebracht
und der feste Stellzeiger über den beweglichen
gestellt. Hierauf wird die Stellschraube C
mäßig angezogen, wobei sich der bewegliche
Zeiger nach links verstellt; mit dem kleinen

geschraubt werden. Die letztere regelt die
Länge des Meßstabes. Will man eine kleinere
Länge als 20 cm nehmen, so wird die
Schraube D entfernt und durch die Schraube
D1 oder C1 ersetzt, die keinen Kopf besitzt.
Aus cr = A l'j ergibt sich,^|daß einer Ver-


C‘ D'
k-f--—- Mess tänge---
Grundriß und Querschnitt.



Schlüssel wird jetzt die Stellschraube C1 so
weit rechts herumgedreht, bis der bewegliche
Zeiger wieder auf den festen zurückgekommen
ist. Genau in der gleichen Weise verfährt man
bei der Befestigung der rechts angeordneten
Klammer. Es soll dadurch vermieden werden,
daß durch ungleichmäßiges Anziehen der
Stellschrauben eine Neigung zum Verdrehen
in die Klammern gebracht wird. Zum Schlüsse
wird die Schraube F festgezogen.
Bei oftmaliger Benutzung des Instrumentes
ist darauf zu achten, daß von Zeit zu Zeit
die Schrauben CD C'D1 und E zurück-

längerung der Meßlänge von 20 cm um
f
0*01 cm eine Spannung von 0*0 lj, d. h. von
0— ] f/cm2 für Schweißeisen entspricht. Die
Längenänderung von 0*01 cm ist aber auf der
Teilscheibe durch 10 ganze Teile dargestellt, da
die Vergrößerung eine tausendfache ist; folglich
stellt ein Teil eine Spannungsänderung von
100 kg/cm2 dar und die Unterabteilungen
geben 20 kg an. Benutzt man bei Flußeisen
eine Meßlänge von 21 bis 21*5 cm, so geben
die Ablesungen am Zeiger wieder unmittelbar
die Spannungen.
Zu erwähnen wären noch D. von Stroh-
meyer, Kennedy, Thomasset-Veritas, Hartig-
Reusch, Pohlmeyer, Mohr-Martens, Fairbantes
und Cie., Delaloe sowie die Spiegelvorrichtungen
von Bauschinger und von Martens.
Literatur: Hb.d. Ing.W., IV. Bd., XVII. Kap. 1889.
Organ 1890. — Schwz. Bauztg., Bd. XXXV,
Nr. 5, 6 u. 7. Nowak.
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