Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 307
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[Deutsche Eisenbahnen.

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1. Stückgut. L69 %
a) Spezialtarif für bestimmte Stückgüter . 1 '36 „
2. Allgemeine Wagenladungsklasse Al . 106 ^
3. Allgemeine Wagenladungsklasse B. 2*60 „
4. Spezialtarif A2. F76 „
5. , I. 3 98„
6. „II
a) in 10 ^-Ladungen. 3‘45 „
b) „ 5 t- „ . 1-39 „
7. Spezialtarif III.16*94'#,
8. Ausnahmetarif für Eilgut, Expreßgut, Stückgut und Wagen-
ladungen von 5 bis 10 t ausschließlich. 0*39 »
9 Ausnahmetarif für Wagenladungen von 10 t und darüber . . 59*64 ,,

Einnahme auf 1 tkm 10*92 Pf.
„ „ 1 „ 9 04 „
i) n 1 „ 7 61 „
n n 1 n 6 55 j n
n ii \ n 5 71 „
„ „ 1 „ 0 24 ii
ii ii 1 „ 4 12 ii
,i ii 1 „ 4-33 „
„ n 1 n 3*13 „
„ n \ ii D 51 ti
ii ii \ ii 2 60 n

Die Gesamtbeförderung einschließlich des ohne
Frachtberechnung geförderten Gutes beläuft sich auf
56.275,997.769 tkm. Auf jedes km der durchschnitt-
lichen Betriebslänge entfallen 960.263 tkm, jede t
Gut ist durchschnittlich befördert worden 97*82 km.
Jede beladene Güterwagenachse war durchschnittlich
beladen mit 437 t. Im Durchschnitt aller Güter- j
wagenfahrten (beladen und leer) war jede Güter-
wagenachse beladen mit 3*11 t. Die Einnahme auf
1000 Achsjkm in beladenem Zustande hat betragen
148 M., auf 1000 JKohsjkm durchschnittlich (beladen
und leer) 105 M.
D. Eisenbahnfinanzen.
Die Gestaltung und Ordnung der Finanzen bei
den einzelnen Unternehmungen ist sehr ver-
schieden. Näheres s. in den Einzelartikeln
über die betreffenden Unternehmungen. Reichs-
gesetzliche Vorschriften über die Eisenbahn-
finanzen sind nicht vorhanden, nur die Privat-
bahnen unterliegen, soweit sie die Form einer j
Handelsgesellschaft, Aktiengesellschaft, Gesell- :
Schaft mit beschränkter Haftung u. s. w. haben,
den für sie durch das deutsche FIGB. und j
andere Reichsgesetze gegebenen Finanzvor-
schriften. Über die Bedeutung des Normal-
buchungsformulars für die Statistik der Fi-
nanzen s. Abschnitt E, S. 310 und 311.
Das Anlagekapital der D. betrug am Ende des
Rechnungsjahres 1910 rund 17 '/3 Milliarden, ziffern-
mäßig 17.348,397.996 M. bei einer Eigentumslänge
von 59.259 km, also auf das km 292.753 M. Von
diesem Anlagekapital entfallen auf die Staatsbahnen
mit 55.722 km allein fast 17 Milliarden, auf die
Privatbahnen mit 3538 km nur rund 353 Mill. M.
Die Gesamtbauaufwendungen der D. be-
tragen rund 229 Mill. M. weniger, weil beim Eigen-
tumswechsel der Bahnen mehrfach der Flrwerbspreis
höher, in einigen Fällen niedriger war als der Betrag
der Gesamtbauaufwendungen.
Bei den Staatsbahnen ist das verwendete
Anlagekapital teils durch Staatsanleihen, teils
durch Verwendung aus „extraordinären Fonds" !
(meist Überschüssen aus dem Betriebe) be-
schafft, bei den Privatbahnen größtenteils
durch Ausgabe von Aktien und Obligationen,
teilweise auch durch Aufnahme schwebender
Schulden. Der Gesamtbetrag des durch Aus-
gabe von Aktien und Obligationen beschafften
Anlagekapitals der deutschen Privatbahnen
beträgt rund 271 Mill. M., der Rest des Anlage-
kapitals dieser Bahnen in Höhe von rund

73,500.000 M. ist durch schwebende Schulden
beschafft worden.
Die Höhe der kilometrischen Anlage-
kosten ist bei den einzelnen Unternehmungen
sehr verschieden. Es betrug das kilometrische

Anlagekapital:
bei sämtlichen deutschen Bahnen, wie oben 292.753 M.
bei den Staatsbahnen allein. 305.004 „
„ „ Privatbahnen allein. 99.782 „
n i> Reichsbahnen in Elsaß-Eothringen 449.773 „
„ „ preußisch - hessischen Staats-
bahnen . 296.401 „
,i „ bayerischen Staatsbahnen . . . 262.895 „
n ,i sächsischen „ ... 386.937 „
n i, wiirttembergischen „ ... 387.780 „
n ii badischen „ ... 479.672 „
n ,i mecklenburgischen „ ... 88.345 „
„ „ oldenburgischen ... 102.910 „
Von den einzelnen Privatbahnen hat das

höchste kilometrische Anlagekapital die Lübeck-
Büchener Eisenbahn mit 317.217, das nied-
rigste die Bad Aibling-Feilnbacher Eisenbahn
(der Lokalbahn-Aktiengesellschaft in München
gehörig) mit 33.196 M.
Die Einnahmen werden in der R. E. St.
getrennt nach Verkehrseinnahmen, Einnahmen
für Überlassung von Bahnanlagen und für
Leistungen zu gunsten Dritter, für Über-
lassung von Fahrzeugen, Erträgen aus Ver-
äußerungen und verschiedenen Einnahmen
nachgewiesen.
Danach betrug die Gesamteinnahme aller D.
einschließlich jener der schmalspurigen Bahnen
3.041,581.006 M., d. i. auf das km der vollspurigen
Bahnen eine Jahreseinnahme von 51.519 M. Diese

Ziffer betrug noch im Jahre 1905 nur 44.642 M.
und ist seitdem stetig — mit einer Unterbrechung
im Niedergangsjahr 1908 auf die angegebene
Höhe gestiegen.
Die kilometrische Jahreseinnahme betrug bei den
deutschen Staatsbahnen. 53.923 M.
„ Privatbahnen. 13.946 „
Reichsbahnen in Elsaß-Lothringen . . . 65.701 „
preußisch-hessischen Staatsbahnen . . . 58.131 „
bayerischen Staatsbahnen . 36.641 „
sächsischen „ 61.634 „
wiirttembergischen „ 42.856 „
badischen „ 60.265 „
mecklenburgischen „ 17.047 „
oldenburgischen „ 28.188 „
Von den Privatbahnen hatte die höchste kilo-
metrische Jahreseinnahme — und die höchste über-

haupt — die Ludwigs-Eisenbahn (Nürnberg-Fürth)

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