Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 329
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Dezernenten.

Dichtungsmaterialien.

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Bei den elsaß-lothringischen Reichseisen-
bahnen beziehen folgende außeretatsmäßige Be-
dienstete diätarische Besoldungen, u. zw. im höheren
Dienste:
Assessoren. 2700 — 3900 M.
Regierungsbautneister . *. 2700-3450 „
im mittleren Dienste:
Hilfslandmesser. 1800 — 2400
Technische Praktikanten. 1500 — 2100 „
Werkmeisterdiätare.1500-2000 „
Nichttechnische Bureaudiätare, Sta-
tionsdiätare, Materialienverwalter-
diätare.. 1500 (bzw. 1320)-1800 „
im Kanzleidienste:
Kanzleidiätare. 1500- 1650 „
im unteren Dienste:
Werkführerdiätare.t
Lademeisterdiätare.
Schirrmeisterdiätare.
Wagenmeisterdiätare .
Maschinenwärterdiätare.
Lokomotivheizerdiätare.
Fahrkarten- und Steindruckerdiätare
Magazinaufseherdiätare.
Bureau- und Hauptkassendiener-
diätare .
Weichenstellerdiätare.
Wagenwärterdiätare.
RoUenführerdiätare..
Bahnsteigschaffnerdiätare ....
Schaffnerdiätare .
Bremserdiätare.
Schirrmännerdiätare.
Portiersdiätare.
Bahnwärterdiätare .
Nachtwächterdiätare.
Fahrkartenausgeberinnen.
Telegraphengehilfinnen.
In Bayern rechnen zu den diätarischen Beamten
die Anwärter des höheren und mittleren Dienstes.
Die Anwärter für den höheren Dienst erhalten
Monatsbezüge im Betrage von 200 M., die übrigen
Anwärter beziehen Tagegelder, u. zw.:
Ungeprüfte Praktikanten des höheren bau-
und maschinentechnischen Dienstes vom
Eintritt bis zur bestandenen Dienstprüfung 4‘QO M.
Aspiranten des mittleren Betriebs- und Ver-
waltungsdienstes während des ersten Praxis-
jahres nach mindestens sechsmonatiger Be-
schäftigung .2‘00 „
Dieselben vom 2. Praxisjahre an bis zum
Bestehen der Anstellungsprüfung .... 250 „
Dieselben nach bestandener Anstellungs-
prüfung . 3 00 „
Dieselben, wenn sie eine 5jährige Aspiranten-
dienstzeit zurückgelegt und die Anstellungs-
prüfung bestanden haben.3-50 „
Aspiranten des mittleren bau-und maschinen-
technischen Dienstes im 1. Praxisjahre . . 2‘80 „
Dieselben im 2. Praxisjahre.3-30 „
Dieselben im 3. Praxisjahre. 370 „
Dieselben vom 4. Praxisjahre an bis zur An-
stellung .4-00 „
In Österreich entsprechen den D. einerseits die
(gewöhnlich gegen Monatslohn angestellten) Honorar-
beamten, Aspiranten u.s.w., anderseits die mit An-
wartschaft auf eine Anstellung aufgenommenen
Manipulantinnen und Diurnisten; die letzteren er-
halten Taggelder von etwa 3—5 K, bei Verwendung
im technischen Dienste von 5— 15 K, die Manipu-
lantinnen von 2 60 -3-20 K.f Seydel.

1200-1400

1100-1200

1000- 1100

1000-1100

840-1200

Dichtungen (packings; garnitures; guar-
nizioni). Darunter versteht man im Maschinen-
bau jene konstruktiven Vorkehrungen, die dazu
dienen, an allen Verbindungsstellen, die an
Kesseln, Behältern, Zylindern, Rohren u. s. w.
Vorkommen, den Austritt von Wasser, Dampf
u. s. w. zu verhindern.
In diesem weiteren Sinne fällt unter den
Begriff D. auch der Arbeitsvorgang des Ver-
stemmens, durch den die Verbindungsstellen
der einzelnen, Kessel und Behälter bildenden
Teile, die durch Nietung (seltener Verschrau-
bung) die Widerstandsfähigkeit gegen den
inneren Druck erhalten, dicht gemacht werden.
Im engeren Sinne sind D. alle Verbindungs-
arten zwischen Armaturstücken und Kessel,
zwischen Armaturstücken unter sich, zwischen
den einzelnen Stücken einer Rohrleitung u.s. w.,
zur Verhinderung des Austrittes von Wasser,
Dampf u. s. w.
Das Dichtsein der in Verbindung zu brin-
genden Teile wird entweder durch Aufschleifen
oder Aufschaben der metallischen Flächen,
oder durch elastische Zwischenmittel, die
Dichtungsmaterialien (s. d.), erzielt.
Eine besondere Art von D. sind die vielen
Ausführungsarten der Rohrverbindungen
(s. Rohrleitungen).
Zu den D. sind dem Zwecke nach auch alle
jene konstruktiven Anordnungen zu zählen,
durch die Undurchlässigkeit für Dampf und
Wasser u.s.w. an den in Zylindern hin und her
bewegten Kolben und an den Austrittsstellen
der Kolbenstangen, Schieberstangen, Ventil-
spindeln u.s.w. aus den zugehörigen Zylindern
oder Gehäusen bewirkt wird (s. Dampfzylin-
der und Stopfbüchsen).
G ölsdorf.
Dichtungsmaterialien (packing materials ;
materiaux degarnitare; matericili di guanüzione)
sind elastische Zwischenmittel zur dichten Ver-
bindung von Konstruktionsteilen (s. Dich-
tungen).
Als D. finden Verwendung:
a) Kitte, entweder allein oder aufgetragen auf
metallische Geflechte (Dichtungssiebe);
b) Dichtungsplatten aus organischen Sub-
stanzen ;
c) Dichtungsplatten aus anorganischen Sub-
stanzen;
d) Dichtungsplatten aus Verbindungen von or-
ganischen und anorganischen Substanzen;
e) Dichtungsplatten aus Metallen;
f) Dichtungsplatten, Dichtungsringe oder
Rahmen aus Metallen, mit oder ohne Ein-
lage aus anorganischen oder organischen
Substanzen.
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