Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 409
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T

Drehbrücken.

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Verbreitung der Wasserstraße zu beiden
Seiten der Brücke notwendig macht.
Wo eine Verengung des Profils nicht statt-
haft und eine stellenweise Verbreitung der

ringsten. Der Drehzapfen wird aus geschmie-
detem Flußeisen oder Flußstahl (Abb. 254 u.
272), aus Gußstahl oder aus Gußeisen (Abb. 255)
hergestellt. Er wird vielfach mit einem Stück


Wasserstraße nicht möglich sowie
auch dort, wo die Schiffahrt nur von
geringer Bedeutung ist, wird öfters der
Billigkeit wegen eine ungleicharmige
D. zur Anwendung kommen. Diese
wird auf dem kürzeren Arm mit
einem Gegengewicht beschwert, das
bei geöffneter Brücke das Gleich-
gewicht herstellt.
Bei großer zu überbrückender
Spannweite hat man in einze nen
Fällen auf jedem Landpfeiler einen
Drehzapfen und ein Gegengewicht
angeordnet oder auch zwei Dreh-
pfeiler gebaut und die Brücke aus
zwei voneinander unabhängigen,
ungleicharmigen D. hergestellt. Es
entstand so eine zweiflügelige oder
zweiteilige D. (Abb. 253).
Auflagerung während des
Drehe ns. Diese kann auf 3 ver-
schiedene Arten erfolgen.
1. Ganz auf einem Drehzapfen
oder auf in einem Kreise gelagerte Rollen
(Rollenkranz).
2. Zum Teil auf einem Drehzapfen und
zum Teil auf einem oder mehreren Laufrädern.
3. Zum Teil auf einem Drehzapfen und
zum Teil auf einem Rollenkranz.
Im ersten Falle ist der beim Drehen zu
überwindende Reibungswiderstand am ge-


±28,813.

Abb. 255.
aus gehärtetem Stahl abgedeckt, das als Dreh-
fläche für den an der Brücke befestigten
Lagerkörper aus Lagermetall dient.
Die Auflagerung am Drehzapfen erfolgt
entweder, wie in Deutschland vielfach üblich,
mittels an der Brücke befestigter Gußstücke
(Abb. 255) oder mittels Hängebolzen, deren in
den letzten Jahrzehnten in Holland der
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