Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Dritter Band): Braunschweigische Eisenbahnen - Eilgut — Berlin, Wien, 1912

Page: 475
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0.5
1 cm
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Durchlässe.

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für Neben- und Lokalbahnen (vollspurig)
bei Lichtweiten von 1 m 1‘2 m
Breite. 0-22-0-24 0-24-0-28
Höhe . 0-24-0-28 0-26-0-30
bei Lichtweiten von 1"5 m 2 m
Breite. 0-24-0-30 0-26-0-30
Höhe . 0-27-0-35 0-34-0-36
Der Abschluß des Bahnschotters gegen das
Widerlager erfolgt entweder einfach durch An-
nageln einer aufrecht stehenden Diele an die
Enden der Tragbalken oder durch Anbringung
von Quadern neben den Mauerschwellen auf
den Flügeln, Deckplatten, Roll- oder Deck-
schichten. Zwischen den Schienen und außer-
halb zu beiden Seiten wird je nach der
Spannweite eine Bedielung
aus 5 — 8 cm starken Bohlen
angebracht, u. zw. meist der
Länge, zuweilen auch der
Quere nach. Im ersteren Fall
werden die Bohlen von Auf-
lagerschwelle zu Auflager-
schwelle gestreckt, im letzteren
Fall wird die Bedielung zwi-
schen den Schienen unmittel-
bar auf die darunter liegen-
den Langschwellen, außerhalb
der Langschwellen auf diese
und auf zwei andere besonders
angeordnete Langschwellen
befestigt.
B. DurchlässeausFisen.
1. Rohrdurchlässe.
D. aus gußeisernen Rohren
zu Lichtweiten von L00 m in
und verdienen vor Steinrohren
zug, wo starkem Druck Widerstand zu leisten
ist, z. B. wenn sie nur sehr seicht unter die
Dammkrone der betreffenden Eisenbahn oder
Straße gelegt werden können.
Wo die nach örtlichen Verhältnissen in
einer bestimmten Sohlenhöhe anzulegende
Wasserableitung durch eine in oder unter

Muffen, die Dichtung der Rohrstücke in diesen
durch geteerte oder gefettete Hanfstricke und
Blei; seltener wird die Verbindung mittels
Flanschen angewendet.
Die Rohre können auf festem Untergrund
ohne weitere Vorkehrungen als sorgfältiges
Unterstampfen mit passendem Füllmaterial
verlegt werden; bei weichem, nachgiebigem
Untergrund legt man sie auf eine Sand- oder
Kiesschüttung, die bis auf den festen Unter-
grund hinabgeführt ist, seltener auf gemauerte
Fundamente. In ständig nassem Untergrund
können Holzunterlagen angewendet werden,
u. zw. Quer- oder Langschwellen oder ein


kommen bis
Verwendung
da den Vor-

Abb. 351.
aus beiden gebildeter Rost. Die Querschwellen
erhalten runde Ausschnitte zur Aufnahme der
Rohre, die Langschwellen werden zu zweien
parallel liegend mit passendem Zwischenraum
angeordnet; das Rohr wird darüber gelegt.
Vorzuziehen ist aber auch hier in der Regel
eine Kiesunterlage.
Die Gewichte der gußeisernen Rohre betragen für
1 laufenden m Baulänee bei einem Durchmesser von

ihrer Höhenlage liegende Verkehrsstraße ge-
kreuzt wird, ist die Leitung unter letzterer
durchzuführen, wodurch eine Unterleitung in
Form eines umgekehrten Hebers (Abb. 351)
entsteht (Siphon oder Düker). Solche Düker
werden in der Regel aus eisernen Rohren
hergestellt und an der tiefsten Stelle mit
einem Ablaß (Dreiweghahn) zur Reinigung
menge eine größere ist, werden mehrere Rohre
Die Verbindung der einzelnen Rohrstücke,
die in der Regel in Längen von 3 — 4 m her-
gestellt werden, geschieht meistens mittels

25 cm
75 kg
55 cm
230 kg
30 „
100 „
eo
ft
260 „
35 „
125 „
65
ft
290 „
40 „
150 „
70
tt
340 „
45 „
170 „
75
tt
380 „
50 „
200 „
80
tt
420 „

Gußeiserne Rohre sind kostspieliger als
Ton- oder Zementrohre, gleichwohl sollten
insbesondere Tonröhren unter hohen Dämmen
oder bei sonst auftretendem starken Druck
brechen. Ton- oder Zementröhren sollten in
Die Kosten des laufenden Meters eines guß-
eisernen Rohrdurchlasses sind ausschließlich
des Verlegens ungefähr zu veranschlagen auf.
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