Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Achter Band): Personentunnel - Schynige Platte-Bahn — Berlin, Wien, 1917

Page: 17
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Personenverkehr. — Personenwagen.

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1904
8T8
9-89
8-92
11-52
10-26
8-93
8-44
6-70
7-49
6-19
5-99
7-49
1905
8-48
8T6
10-31
11-30
10-28
8-95
7-95
6-64
7-90
6-38
615
7-50
1906
8-92
8-21
10-48
11-41
9-82
8-97
8-22
6-62
7-53
603
5-67
8-12
1907
8-26
9-51
9-14
10-83
10-54
9-18
8-52
6-61
7-31
6-30
7-90
5-90
1908
8-58
8-06
10*41
10-99
10-87
902
8-54
6-76
7-34
6-50
5-67
7-26
1909
8-29
8*82
9-27
10-69
10-55
8-82
8-53
6-60
7-19
671
5-92
8-61
1910
7-52
9-93
8-82
11-11
1065
9-04
8-61
6-76
7-36
6-59
5-85
7-76
1911
8-54
7-84
10-51
10-74
10-07
9-23
8-30
6-63
7-76
6-37
5-89
8-12
1912
8-37
9-25
9-12
10-70
10-13
900
8-15
6-47
7-77
6-49
5-89
866
1913
7-25
9-81
9-00
10-89
10-65
9-34
8-36
6-88
7-59
6-46
6-09
7-68
Durchschnitt
8-24
8-95
9-60
11-02
10-38
905
8-36
6-67
7-52
6-40
6-10
7-71

Der Juli ist darnach der verkehrsstärkste, der
Februar der verkehrsschwachste Monat. Mehr als
den Durchschnitt bringen die Monate Mai bis
Oktober. Auf das Sommerhalbjahr entfallen 57%,
auf das Winterhalbjahr 43%, auf die Zeit des
Sommerfahrplans (1. Mai bis 30. September) mit
153 Tagen 49%, auf die Zeit des Winterfahrplans
(1. Oktober bis 30. April) mit 212 oder 213 Tagen
51%. Die bedeutenden Schwankungen in den Ein-
nahmen der Monate März bis Juni erklären sich
aus der Lage des Oster- und Pfingstfestes.
Dretzky.
Personenwagen (passenger-carriages; voi-
tures; carrozze), Eisenbahnwagen, die zur
Beförderung von Reisenden bestimmt und hier-
für dauernd mit entsprechenden Einrichtungen
versehen sind.
Inhaltsübersicht: I. Geschichtliches. — II. Bau-
formen. — A. Allgemeines. — B. P. für Hauptbahnen.
1. Abteilwagen; 2. Durchgangswagen; 3. Saalwagen,
Schlafwagen, Speisewagen. — C. P. für Neben-
bahnen. — D. Amerikanische Wagen aus Stahl.
III. Laufwerk und Untergestell. — IV. Kasten.
V. Äußere Ausstattung. - VI. Innere Einrichtung.
I. Geschichtliches.
Die ersten auf Eisenbahnen verwendeten P.
waren den Straßenfuhrwerken nachgebildet. Der
Innenraum wurde durch Querwände gewöhnlich
in 3 von den beiden Langseiten durch Türen
zugängliche Abteile getrennt, die sich äußerlich
wie die nebeneinander gesetzten Kasten eines
Postwagens darstellten. Das Reisegepäck wurde
wie bei den Postwagen auf dem Dach des
Wagens untergebracht.
Ein P. I. Klasse der London-Birmingham-Eisenbahn
aus der Zeit ihrer Eröffnung (1838) ist in den Abb. 17 a
u. b dargestellt. Jedes Abteil bildete eine für sich
bestehende sog. Berline mit Türen und Fenstern auf
beiden Seiten und mit 6 Sitzplätzen, so daß der ganze
Wagen im Innern 18 Personen faßte. Außen auf den
beiden Enden des Daches waren unbedeckte Sitze
angebracht.
Die Liverpool-Manchester-Eisenbahn verwendete
2 Arten von Wagen I. Klasse, die sich durch die
größere oder geringere Bequemlichkeit der Sitzplätze
unterschieden und 2 Gattungen von Wagen II. Klasse,
die eine mit, die andere ohne Fenster.
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Aufl. VIII.

Lange Zeit hindurch wurden Reisende auch
in offenen Wagen ohne Dach stehend befördert.
Auf der Scarborough and Whitby-Bahn wurde
es für ein ausreichendes Maß von Bequemlichkeit
gehalten, die Reisenden, die zum geringsten
Satz fuhren, in einer Art Kiepe, die hinter dem
Wagen aufgehängt wurde, zu befördern. Erst
auf Veranlassung des Parlaments wurden not-
dürftig ausgestattete bedeckte Wagen III. Klasse
eingeführt; diese besaßen jedoch meistens keine
Fenster, sondern waren bloß mit Vorhängen
an den Seiten versehen.



Die überwiegende Mehrzahl der Wagen hatte
nur 2 Achsen; doch gab es auch 3- und
4achsige P.
In Amerika wurde im Gegensatz zu den
Fahrzeugen englischer Bauart der Innenraum
der P. gewöhnlich nicht durch Querwände
unterteilt, so daß in der Regel nur ein Raum
vorhanden war, der etwa 70 Fahrgäste auf-
nehmen konnte. Zwischen den Sitzen war der
ganzen Länge des Wagens nach ein Durchgang.
Die Stirnwände hatten Türen; durch diese
gelangte man von den an den Stirnenden

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