Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Achter Band): Personentunnel - Schynige Platte-Bahn — Berlin, Wien, 1917

Page: 151
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Querprofile. - Radiallokomotiven.

Ausführung festzulegen. Alle Abweichungen
vom Bauentwurf finden dann in der Zeichnung
Ausdruck und man kann vergleichen, inwieweit
die Annahmen tatsächlich zugetroffen haben oder
nicht. Solche Aufschlüsse sind sowohl für die
Unterhaltung der Bahn, als auch für spätere
Entwurfsarbeiten sehr wertvoll. Die wiederholte
Aufnahme der Q., die durchschnittlich 15 m
voneinander entfernt sind, erfordert viel Zeit
und Mühe, ist aber nicht zu umgehen.
In der Regel werden die Q. im Maßstab 1:100
aufgetragen, nur bei größeren Bauwerken geht
man der Übersichtlichkeit wegen auf 1 : 200.
Pollak.
Querschwellen (cross-sleepers, transverse-
sleepers; traverses; traversine), eiserne oder höl-
zerne, in der Regel senkrecht zur Qieisachse
verlegte Schienenunterlagen, auf denen die
Schienen in entsprechender Weise befestigt

Raab - Ödenburg - Ebenfurther Eisen-
bahn (Györ-Sopron-Ebenfurti vasilt), in Ungarn
gelegene normalspurige eingleisige Privathaupt-
bahn mit dem Sitz der Gesellschaft in Budapest
(Betriebsdirektion Sopron), führt von Györ
(Raab) über Sopron (Ödenburg) zur Landes-
grenze bei Ebenfurth (Solenau, 120'26 km).
Die Konzession für die R. wurde 1872
erteilt und 1874 abgeändert; außerdem gehören
der R.die Neusiedlersee-Lokalbahn (109'16km).
Die Eröffnung erfolgte 1876/79. Das Anlage-
kapital beträgt rd. 46*5 Milk K.
Anschlüsse hat die R. in Györ an die ungari-
schen Staatsbahnen, in Csorna an die westungari-
schen Lokalbahnen, in Eszterhäza an die Neu-
siedlersee-Lokalbahn, in Sopron an die Sopron-
Pozsonyer und Sopron-Köszeger Lokalbahnen
und an die österreichische Südbahn, in Eben-
furth an die Wien-Pottendorfer Bahn bzw. an
die Lokalbahn Wittmannsdorf-Ebenfurth.
Rabattarif, ein relativer Differentialtarif
(s. Gütertarife, Bd. V, S. 471), der durch einen
Frachtnachlaß meist in Form der Rückvergütung
den einzelnen Verfrachter begünstigt. Er be-
zweckt der Regel nach eine besonders wirt-
schaftliche Ausnutzung der Betriebsmittel und
wird deshalb demjenigen Versender öffentlich
zugesichert, der große Mengen desselben Gutes
innerhalb eines festgesetzten Zeitraums und
zwischen fest bestimmten Verkehrsbeziehungen
befördert. Der R. heißt Refaktietarif, wenn
die Vergütung geheim ist. Liier ist der Fracht-
nachlaß vielfach auch das Mittel des Wett-
bewerbskampfes der Bahnen untereinander.
Radbelastung s. Achsbelastung.
Raddruck s. Achsbelastung.

werden (Verbundschwellen und Eisenbeton-
schwellen, s. Oberbau).
Quittierungssignale, Signale, die bestätigen,
daß ein Signal richtig verstanden ist. Die öster-
reichischen Signalvorschriften schreiben z. B.
in Art. 5 (10) vor, daß bei Unterbrechung
der telegraphischen oder telephonischen Verstän-
digung die Hilfssignale 10, 11 oder 12 (s. Durch-
laufende Liniensignale) von Station zu Station
weiterzugeben sind und bei dieser Weitergabe
das Signal in Pausen von mindestens 3 Min.
so lange zu wiederholen ist, bis die nächste
Station eine Gruppe als „Verstandenzeichen" zu-
rückgegeben hat. Nach den preußischen Vor-
schriften ist zum Zeichen, daß der Stellwerks-
wärter das Achtungssignal eines vor dem Ab-
schlußsignal haltenden Zuges verstanden hat,
der Hornruf „Warten" zu geben (s. auch Nach-
ahmungssignale). Hoogen.
R.
Radialachsen (radial axles; essieux radiale;
sala radiale), Achsen, die sich infolge besonderer
Bauart ihrer Lagerung dem Krümmungshalb-
messer der Bahnkrümmung entsprechend ein-
stellen können. Siefinden hauptsächlich bei Loko-
motiven Anwendung (s. Art. Adamsachse, Bissel-
gestell, Hohlachsen u. Radiallokomotiven).
Radiallokomotiven (radial locomotive; lo-
comotive ä inscription en courbe; locomotiva con
disposizione di spostamento delle sale nelle carve),
Lokomotiven, deren angetriebene Endachsen
sich zum Zweck des leichten, zwanglosen Durch-
laufs durch scharfe Bögen nach dem Krüm-
mungshalbmesser einstellen. Als Beispiele solcher
Lokomotiven sind die Bauarten von Klose,
Klien-Lindner und Helmholtz anzuführen.
a) Bauart Klose. Bei dieser ist der Ge-
danke zur Ausführung gebracht, daß die in
gabelförmigen Lenkern gelagerten Endachsen
durch Vermittlung von Hebeln und Stangen
bei Einlauf in eine Bahnkrümmung infolge Ver-
schiebung ihrer Lagerung in entgegengesetzte
Richtungen nach dem Krümmungshalbmesser
eingestellt werden. Die Einstellung wird ein-
geleitet entweder durch die Winkelstellung des
Tenders oder Tendergestells oder durch Ver-
schiebung einer Mittelachse. Durch die Radial-
stellung der Endachsen ist eine entsprechende
Verkürzung und Verlängerung der Kuppel-
stangen notwendig. Dies geschieht in der Weise,
daß die zu den Endachsen führenden Kuppel-
stangen in eine Scheibe oder ein Lenkstück
eingehängt sind und durch die Verdrehung
dieses Teiles, der gleichzeitig bei Einstellung
der Endachsen beeinflußt wird, um das richtige
Maß verkürzt oder verlängert werden. Die
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