Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Achter Band): Personentunnel - Schynige Platte-Bahn — Berlin, Wien, 1917

Page: 345
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/48-A-1089-08/0358
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile
Schleifenbahnhöfe. — Schleifmaschinen.

345







tralbahn in Neuyork (s. Bahnhöfe, Beispiel 6
u. Taf. V). Auch der zu den neuen Bahnhofs-
anlagen der Pennsylvaniabahn in und bei Neu-
york gehörende, in Schleifenform angelegte große
Abstellbahnhof Sunnyside auf der Ostseite des
Eastriver gehört hierher (s. Glasers Ann. 1912,
Bd. LXXI, S. 54).




Für den Fernverkehr kommt die Schleifen-
anordnung im allgemeinen nicht in Betracht, weil
wegen des erforderlichen großen Krümmungs-
halbmessers die Schleifen eine zu große Breiten-
entwicklung beanspruchen würden. Doch hat
man in Amerika wiederholt Kehrgleise für Loko-
motiven in Schleifenform angelegt, so in beson-
ders bemerkenswerter Weise
auf dem Verschiebebahn-
hof Northumberlana der Penn-
sylvania-Eisenbahn. Die Lo-
komotiven gelangen auf einem
die Bahnhofsbreite ausnutzen-
den Schleifengleis unter dem
Eselsrücken hindurch von der
einen Bahnhofsseite zur andern und sind so, ohne
eine Drehscheibe benutzen zu müssen, sogleich
für die Rückfahrt in entsprechende Richtung
gebracht (Railway Age Gaz. März 1911, S. 491).
Literatur: Bartels, Betriebsei nriclitungen auf
amerikanischen Eisenbahnen, Berlin 1879. — O. Blum,
Stadtbahnen. Eis. T. d. G., Bd. IV, Abschn. B u. C. —
Oder, Anordnung der Bahnhöfe. Hb. d. Ing. W. V,,
IV. 2. Abt., S. 60 ff. Cauer.
Schleifmaschinen, vornehmlich zum Nach-
arbeiten von Werkstücken dienende Vorrich-
tungen. Bei Verwendung von S. kann eine weit
größere Genauigkeit erzielt werden als bei allen
anderen Bearbeitungsverfahren (Feinschliff).
Schmirgelschleifmaschinen werden als Ersatz
für Schleifsteine zum Schleifen von Werk-
zeugen, zum Nachschleifen von Maschinen-
bestandteilen und zum Glätten (Polieren) ver-
wendet.
Nachstehend sollen nur jene Bauarten an-
geführt werden, die vornehmlich für Fein-
schliff in Eisenbahnwerkstätten in Verwendung
stehen. Von diesem Gesichtspunkte aus können
die S. in 2 Hauptgruppen eingeteilt werden,
u. zw.:


Abb. 213.
In Europa hat man wegen der hier auch bei
Nahbahnen üblichen größeren Krümmungs-
halbmesser erst in wenigen Fällen von der
Schleifenanordnung Gebrauch gemacht, so auf
der Pariser Untergrundbahn (s. Abb. 212) und für
Kehranlagen auf End- und Zwischenstationen
(Abb. 213) bei der Elberfelder Schwebebahn
(Zentralbl. d. Bauverw. 1912, S. 413), die sehr
kleine Krümmungshalbmesser und starke Stei-
gungen anzuwenden gestattet.

1. in S. zum Bearbeiten von
Werkstücken mit zylindrisch ge-
formten Flächen (Rundschleif-
maschinen);
2. in S. zum Bearbeiten ebener
Flächen (Flächenschleifma-
schinen).
Die hierbei zur Anwendung ge-
langenden Schmirgelschleifscheiben
machen 2000 — 5000 Umdrehungen in der
Minute; der Kraftbedarf ist sehr verschieden
und schwankt bei den gebräuchlichen Ma-
schinen zwischen 3/4 und 3 PS.
Zu 1. Rundschleifmaschinen.
Diese dienen zum Rundschleifen von zylin-
drischen Außen-und Innenflächen oder Teilen
von solchen in sperrigen Werkstücken und
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list