Röll, Victor von [Editor]
Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: herausgegeben von Dr. Freiherr v. Röll (Achter Band): Personentunnel - Schynige Platte-Bahn — Berlin, Wien, 1917

Page: 463
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Schweizerische Zentralbahn. - Schwellenstopfmaschinen.

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eröffnet; Olten-Aarau 13 km, 1856/58 eröffnet; Bern-Thun-
Scherzlingen 29 km, 1859/61 eröffnet; Aarburg-Luzern 52 km,
1856/59 eröffnet; Olten-Solothurn-Biel 59 km, 1857/76 er-
öffnet; Herzogenbuchsee-Solothurn Hbf. 13 km, 1857 eröffnet;
Solothurn Hbf.-Bußwil 21 km, 1878 eröffnet; Zofingen-Suhr
17 km, Nationalbahnlinie, 1877 eröffnet, von der S. 1881
übernommen; Suhr-Aarau 24 km, ehemals Nationalbahnlinie,
eröffnet 1877, seit 1881 gemeinsames Eigentum der S. und
Nordostbahn; Pratteln-Schweizerhalle 2 km, eröffnet 1872;
Bern-Thörishaus 10 km, eröffnet 1860; Zentralbahnhof-Badi-
scher Bahnhof in Basel (Baseler Verbindungsbahn) 4 km.
Gesamtlänge zur Zeit der Verstaatlichung 331 km, davon
\2A km doppelgleisig.
Die verwendeten Anlagekosten betrugen im Zeitpunkt der
Verstaatlichung 175 Milk Fr.
Die wichtigste Linie in kommerzieller wie in bautechnischer
Beziehung war der schon eingangs erwähnte Übergang über
den Hauenstein, der aber von 1916 ab nur mehr dem Lokal-
verkehr dienen wird (s. Schweizerische Eisenbahnen). Von
Sissach erhebt sich die Bahn im Lehnenbau mit 20*8 mm
f. d. m Steigung auf 9*72 km Länge, das Homburgertal ver-
folgend, bis zu dem höchsten Punkt auf Station Läufelfingen,
562 m ü. M. und gelangt nach Verlassen des Tunnels durch
den Hauenstein und einer Entwicklung von 8*4 km Länge mit
26*23 mm größtem Gefälle (im Tunnel) in die Talsohle bei
Olten. Die seitherigen Fortschritte der Technik haben zu einer
Verlegung der Linie zwischen Sissach und Olten mit Basis-
tunnel geführt.
An Dividenden konnten den Aktionären von 1871 — 1873
bis zu 9%, in den Jahren 1878 und 1879 dagegen nichts,
in den letzten Jahren wieder bis zu 9*6 % gezahlt werden.
Literatur: Etzel, Bericht an den provisorischen Verwaltungsrat
über das Netz der S. Basel 1852; Brücken und Talübergänge der S.
Basel u. Biel 1860. — Pressei u. Kauffmann, Der Bau des Hauen-
steintunnels. Basel u. Biel 1860. — Speiser, Mitteilungen über die
Anfänge des schweizerischen Eisenbahnwesens und über die ersten Jahre
der S. Basel 1887. — R ö 11, Enzyklopädie. 1. Aufl. 1894. — Leupold,
Mitteilungen über die Gründung der S. Basel 1901. — Cuony, Les
debutsdes chemins de fer en Suisse. Lausanne 1913. - Weißenbach,
Das Eisenbahnwesen der Schweiz. Zürich 1913 u. 1914. Dietler.
Schwellenauswechslung s. Bahnunterhaltung.
Schwellenstopfmaschinen, Stopfmaschinen, maschinelle
Vorrichtungen zum Unterstopfen der Schwellen.
Als Vorläufer der S. kann die S. von Jacobi (Organ 1890, S. 56)
angesehen werden, bei der an einem in bestimmter Höhenlage über
der Schwelle befindlichen Gestell auf jeder Seite derselben und recht-
winklig zu ihr je 2 Hebel angebracht sind; einer derselben nimmt durch
Abwärtsbewegung den zweiten Hebel mit und bewegt dessen schaufel-
artig ausgebildetes Ende gegen und unter die Schwelle. Eine ähnliche
Vorrichtung kam auf französischen Bahnen zur Anwendung (Gen.
civ. 1901, S. 257).
Eine S. mit elektrischem Antrieb wurde erstmalig auf der Paris-
Lyon-Mittelmeer-Bahn erprobt (Rev. gen. d. ehern. 1904, S. 321; Organ
1905, S. 27). Diese von Co 11 et entworfene Vorrichtung besteht aus
dem beweglichen Kraftwerk, elektrischen Leitungen, den Stopfwerk-
i zeugen und den zu deren Unterstützung dienenden Wagen. Das
Kraftwerk, das auf einem für Beförderung auf Landwegen und Eisen-
bahngleisen geeigneten Wagen ruht, umfaßt eine Triebmaschine für
Rohöl oder Benzol von 23*35 oder 45 PS. und einen von dieser an-
getriebenen Gleichstromerzeuger von 220 oder 240 Volt Spannung.
Der Wagen trägt ferner noch einen Brennstoff- und einen Kühl-
wasserbehälter. Die Zuführung des Stromes zu den Werkzeugen und
Leuchtkörpern erfolgt durch eine Kupferdoppeldrahtleitung, die an
50 m voneinander entfernten, 2*5 m hohen Böcken befestigt ist. Das
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