Brinckmann, Justus
Kunst und Handwerk in Japan (Erster Band) — Berlin, 1889

Page: 135
Citation link: 
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/48-A-867-1/0142
License: Creative Commons - No rights reserved (CC0)
0.5
1 cm
facsimile


•*
Der junge Held Yoshitsune dictirt seinem Begleiter Benkei eine Verordnung zum Schutze des alten, schon
vom Kaiser Nintuko besungenen Mume-Baumes zu Amagasaki.
Aus dem E-hon-sha-ho-fukuro.


Die Bewaffnung.
it der Lehensverfassung des Staates und der Herrschaft des

Kriegs -Adels hatte auch

r J:
Tah

ihre

wahrt gehabt. Erst als die Regierung der Tokugawa-Shogune gestürzt
worden war, trat an die Stelle der bisherigen Hauptwaffe des japa-
nischen Kriegers, des Schwertes, das Zündnadelgewehr und die Mar
tini-Henry-Büchse; erst da verschwanden die alten martialischen Rüstun-

m durch Waffenröcke europäischen 2
Die äufseren Formen, unter denen

j

sich die Civilisation des Abendlandes anzueignen sucht, haben aber
auch hinsichtlich der Bewaffnung noch kein Bürgerrecht in seiner
bildenden Kunst errungen. Diese lebt noch ganz in den Erinnerungen
Alt-Japans, welche um so fester wurzeln, als die Rüstung und Bewaff-
nung in denen der kriegstüchtige Japaner

vor

wenigen Jahrzehnten
noch selbst sich bewegte oder seine Landsleute würdevoll einher-
schreiten sah, sich nur wenig von denen unterschieden, in welchen er sich
die volksthümlichen Helden der Vorzeit zu vergegenwärtigen gewohnt
war, wie Maler und Bildhauer diese im Kampf und bei Friedenswerken
ihm vorführten.

%
loading ...

DWork by UB Heidelberg
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt   |    Imprint   |    Datenschutzerklärung   |    OAI   |    RSS   |    Twitter   |    seo-list