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Knorr, Georg
25 Jahre im Dienste der Luftdruckbremse: 1884 - 1909 ; ein Rückblick — Berlin-Boxhagen, 1909

Page: 60
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Vorzug, dass jede Kuppelungshälfte in einen normalen Kuppe-
lungskopf ausläuft, sich daher ohne weiteres mit den normalen
Gummischlauchkuppelungen verbinden lässt und im Betriebe
leicht bedienbar ist; die zweiteilige dagegen ist einfacher und
billiger, aber umständlicher in der Bedienung, da hierzu ein
Schraubenschlüssel benötigt wird, und lässt sich mit Gummi-
schlauchkuppelungen überhaupt nicht kuppeln. Sie kommt daher
nur für die Verbindung zwischen Lokomotive und Tender in Be-
tracht. Aul dem gleichen Prinzip beruht die Metallkuppelung
für Dampfheizung (Fig. 102 bis 104), die von der normalen Fleiz-
kuppelung auch darin abweicht, dass die beiden Leitungshälften
der Kuppelung nicht fest, sondern leicht lösbar und gelenkig
miteinander verbunden sind. Die Verbindung ist ähnlich un-
geordnet wie die andern Gelenkverbindungen und besteht aus
vier Teilen, den am Ende eines jeden der beiden Metallschläuche
vorgesehenen Mundstücken ohne Axialschraube und den Kup-
pelungsmundstücken mit Axialschraube und Handgriff. Die
ersteren tragen die selbsttätigen Entwässerungsventile. Versuche,
namentlich mit den Bremskuppelungen (Fig. 98 bis 101), sind be-
reits seit längerer Zeit im Gange, aber noch nicht abgeschlossen.
Um so schneller hat sich dagegen ein anderes meiner Patente,
die Leerkuppelung (Fig. 105), Pat. No. 128496, eingebürgert. Die
Einfachheit und nicht zum mindesten die Wirtschaftlichkeit hat
dieser Erfindung die Wege geebnet, denn sie ist nicht nur an
sich billig in der Anschaffung, sondern wirkt auch verbilligend
für den Betrieb, da sie die Schlauchhalter und Schutzhüllen für die
Gummischläuche überflüssig macht und die Lebensdauer der
Gummidichtungsringe der Kuppelungsmundstücke erhöht, die
beim Einhängen in die Leerkuppelung nunmehr keiner Reibung
mehr unterworfen sind.

E. Schnellbahnbremsen.
Die Schnellbahnbremse ist die jüngste der durchgehenden
Bremsen. Das liegt in der Natur der Sache, denn am das Be-
dürfnis nach einer von der normalen Bauart abweichenden Bremse
für schnellfahrende Züge zu wecken, musste die Steigerung der
Geschwindigkeit bis zu den jetzt üblichen Werten und die Er-
kenntnis vorausgehen, dass und aus welchen Gründen die ge-
wöhnliche Schnellbremse für besonders schnellfahrende Züge
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