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Knorr, Georg
25 Jahre im Dienste der Luftdruckbremse: 1884 - 1909 ; ein Rückblick — Berlin-Boxhagen, 1909

Page: 70
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ventil, welches zwischen den Zusatzhilfsbehälter und einen Ab-
zweig der direkten Leitung geschaltet ist. Lässt der Führer
Hauptbehälterluft in die direkte Leitung ein, so geht der Steuer-
kolben nach oben in die Stellung nach Fig. i 12 ; der Schieber ver-
bindet die Kolbenkammer mit dem Zusatzbremszylinder, die Kol-
benstange öffnet das untere, der Druck im Zusatzhilfsbehälter
das obere Rückschlagventil, und die Druckluft aus dem Zu-
satzhilfsbehälter strömt über das Doppelrückschlagventil und die
Kolbenkammer nach dem Zusatzbremszylinder. Haben Zusatz-
hilfsbehälter und -bremszylinder sich ausgeglichen, so geht der
Steuerkolben in die Abschlussstellung oder der Zusatzbremszylin-
der kann durch Hauptbehälterluft noch weiter aufgeladen werden.
Wird die direkte Leitung entladen, so geht der Kolben in die
Lösestellung, in der der Zusatzbremszylinder und die Leitung
durch den Schieber mit der freien Luft verbunden werden.
Der Vorzug dieser Art der direkten Bremse vor der sonst üb-
lichen liegt in der beschleunigten Wirkung, da, ähnlich wie
bei der indirekten Bremse der Druckabfall, hier die Druckstei-
gerung in der Leitung die örtliche Kraftquelle, den Hilfsluit-
behälter, durch das Steuerorgan mit dem Bremszylinder ver-
bindet. Auch ermöglicht die Anordnung, nach Fig. 112, ein
Aufladen der Haupt- und Zusatzhilfsbehälter, ohne wenigstens!
die Zusatzbremse lösen zu müssen, und ferner ein plötzliches
Lösen der Zusatzbremse, um durch Ermässigung des Bremsdrucks
die starke Zunahme des Reibungskoeffizienten am Schluss des
Bremsweges auszugleichen. Bei den Versuchen auf dem Ver-
suchsstand unserer Fabrik in Boxhagen hat das kombinierte
System den Erwartungen entsprochen.

F. Güterzugbremsen.
Nachdem das Prinzip der durchgehenden selbsttätigen Luft-
druckbremse einmal gefunden war, ging die naturgemässe Ent-
wickelung dahin, diese neue Sicherheitsvorrichtung für immer
längere und schwerere Züge brauchbar zu machen. Das führte
schon früh zu der Frage der Güterzugbremse. Die elektro-pneu-
matische Bremse von Carpenter aus dem Jahre 1887 war einer
der ersten Versuche dieser Art, und das schnellwirkende Steuer-
ventil von Westinghouse aus dem gleichen Jahre war eigens
für die Bedürfnisse des Güterzugbetriebes geschaffen worden.
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