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Knorr, Georg
25 Jahre im Dienste der Luftdruckbremse: 1884 - 1909 ; ein Rückblick — Berlin-Boxhagen, 1909

Seite: 96
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stellen. Aus den beiden Grundformen des Anstellhahnes für
einfache Fahrtrichtung mit zwei Streustellen und für doppelte
Fahrtrichtung mit vier Streustellen sind andere Formen für eine
grössere Zahl von Streustellen entwickelt worden, die sich indes
von den eben erwähnten nur durch die Bohrungen im Hahnkegel
unterscheiden.
ln der Ausführung nach Fig. 143 und 144 ist der Knorr-
Pressluftsandstreuer in fast 3000 Exemplaren schon seit längerer
Zeit aul den preussisch-hessischen und anderen Staatsbahnen
mit bestem Erfolge in Verwendung; mit der Streudüse nach
der neueren Bauart S1 (Fig. 145 und 146) werden seit mehr
als einem halben Jahre im Betriebe eingehende Versuche vor-
genommen, die bisher die obenerwähnten Vorzüge der Neu-
konstruktion in vollem Masse bestätigt haben.
J. Gasdruckregler.
Eine Besprechung des von mir erfundenen Gasdruckreglers
gehört zwar nicht recht in eine Schrift, die meine Mitarbeit an
der Entwickelung der Luftdruckbremse schildern soll; da es sich
hier aber gleichfalls um eine meiner erfolgreichen Arbeiten han-
delt, die wohl auch allgemeines Interesse bietet, und deren Kennt-
nis für die Beurteilung des von mir Geschaffenen nicht ganz be-
deutungslos ist, so sei sie an dieser Stelle kurz erläutert.
Der auf meinem Patent No. 130529 beruhende Gasdruck-
regler Fig. 151 bezweckt vollständige Unveränderlichkeit des Gas-
drucks in der Leitung, wie sie für Gasglühlichtbeleuchtung wesent-
lich ist. Die Regler üblicher Bauart dienen lediglich zur Rege-
lung des Druckes in der Verbrauchsleitung (Hinterdruck) bei
ungleicher Gasentnahme, sind aber unzulänglich, wenn zu den
Schwankungen des Hinterdrucks! noch solche im Vordruck, in
der Gaszuleitung zum Regler, hinzutreten. Bei dem Gasdruck-
regler Fig. 1 5 1 kann der Vordruck sowohl wie der Verbrauch ge-
ändert werden, ohne eine Druckänderung in der Hinterdruck-
leitung hervorzurufen. Wächst nämlich der Vordruck, so wird
die Sperrflüssigkeit des Raumes r, in welcher der mit dem
Drosselventil starr verbundene Tauchkolben t schwimmt, nach
Massgabe der Drucksteigerung unter die Glocke in den mit r
kommunizierenden Raum s gedrückt. Durch das Sinken des Ni-
veaus der Sperrflüssigkeit im Raum r erfährt der Tauchkolben
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