Meyer, Georg
Grundzüge des Eisenbahn-Maschinenbaues: Die Lokomotiven — Berlin, 1883

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A. Lokomotiven.

Einleitung.
§ 1. Entwickelung der Verkehrsmittel. Der Transport von Gütern
irgend welcher Art auf gröfsere Entfernungen geschieht entweder zu
Lande oder zu Wasser.
Bei beiden Transportarten kann man drei Elemente unterscheiden,
und zwar: den Weg, das Fahrzeug zur Aufnahme der Güter und die
bewegende Kraft.
Beim Landtransport, der liier zunächst in Frage kommt, werden
auf der untersten Kulturstufe die von der Natur dargebotenen Pfade
benutzt und erst nach und nach vervollkommnete man die Wege, um
die Reibungswiderstände, resp. die Zugkraft zu verringern.
Die Fuhrwerke, als Mittel zur Aufnahme der zu transportirenden
Güter, erhielten eine gröfsere Vervollkommnung erst mit der weiteren
Ausbildung der Wege zu Fahrstrafsen.
Als bewegende Kraft wurden zuerst Menschen, später Thiere ver-
wendet, welche Letztere noch am Anfänge dieses Jahrhunderts allein
als Motoren für den Landtransport vorhanden waren.
Obgleich Spurbahnen schon im Altertliume bei den alten Griechen
im Gebrauch waren, verschwinden dieselben später, tauchen dann beim
Bergbau an verschiedenen Orten wieder auf, um bei der weiteren Ent-
wickelung als Grundlage für unsere heutigen Spurbahnen von Eisen
zu dienen, während für den gewöhnlichen Verkehr die Strafsen in Ver-
wendung blieben.
Es geschieht demnach der Transport zu Lande auf gröfsere Ent-
fernung von Gegenständen irgend welcher Art entweder auf gewöhn-
lichen Fahrstrafsen oder auf Spurbahnen.
Wenn diese Spuren von Eisen hergestellt sind, so nennt man die-
selben Eisenbahnen.
Mit dem Namen Eisenbahn bezeichnet man also eine Strafse, bei
welcher sich sowohl die treibenden als auch die getriebenen Fuhrwerke
nicht auf der ganzen Strafsenbreite, sondern nur auf ganz bestimmten
eisernen Spuren bewegen können. Diese Spuren bestehen gewöhnlich
Georg Meyer, Eisenbahn-Maschinenbau. j
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